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"Soja ist ein Unkraut"
In Argentinien mehren sich die Probleme mit Gentech-Soja und Rumänien will demnächst aussteigen
Brigitte Zarzer 14.06.2006
Mehr als die Hälfte des weltweiten Anbaus von gentechnisch veränderten
Pflanzen (GVP) geht auf herbizidtolerante Sojabohnen zurück. In Argentinien
wird heute fast ausschließlich herbizidtolerantes Soja - besser gesagt:
Roundup Ready (RR) Soja der Firma Monsanto - angebaut. Die Freude über die
einfache Handhabung des Systems ist aber inzwischen getrübt. Das "grüne Gold"
zeigt Ermüdungserscheinungen. Gegen resistente Unkräuter und hartnäckigen
Durchwuchs bietet Konkurrent Syngenta indes ein Spritzmittel feil, das in
etlichen EU-Ländern seit langem verboten ist. Auch in Rumänien machte sich in
den letzten Jahren RR-Soja breit. Zumal die Sorte in der EU nicht zugelassen
ist, versucht der Beitrittskandidat nun den Ausstieg. Rumänien wolle
keinesfalls ein "Trojanisches Pferd" in Sachen Gentech-Pflanzen werden,
versichert ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums im
Telepolis-Interview. Doch wie wird man Gentechnik wieder los?
Etwa sechs bis sieben Prozent der weltweiten Ackerbaufläche werden heute mit
gentechnisch veränderten Pflanzen bestellt. Etwa 60 Prozent gehen laut dem
International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications
([extern] ISAAA) auf den Anbau von Gentech-Soja zurück, der von der
Monsanto-Sorte Roundup Ready dominiert wird. Wie alle herbizidtoleranten
Pflanzen, ist auch RR-Soja unempfindlich gegenüber bestimmter
Pflanzenschutzmittel. Bei Roundup Ready handelt es sich dabei um Glyphosat.
Der Nachteil des Systems ist, dass sich über kurz oder lang resistente
Unkräuter ausbilden oder hartnäckige Durchwuchspflanzen aufkommen, die sich
nur schwer bekämpfen lassen.
Verwildertes Soja
In Argentinien begann der Boom des "grünen Goldes" 1996. Das meiste landet in
Futtertrögen - auch in Europa. Gerade hier stieg die Nachfrage, zumal nach
der BSE-Krise die Verfütterung von Tiermehl verboten und vielfach durch
Sojakuchen ersetzt wurde. Soja spült noch immer viel Geld ...»weiter
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