Ist die Gentechnik am Ende?
Eine ganze Reihe von Erfolgen deutet darauf hin, daß es nach einem langen
Sturm endlich aufklart. Der Agro-Konzern Bayer gab den Anbau von Gen-Mais in
Großbritannien auf, nur wenige Wochen nachdem die Regierung noch nach
langem Hin und Her die Freigabe erteilt hatte und nachdem
Pro-Gentech-WissenschaftlerInnen schamlos Wissenschaft und wissenschaftliche
Beweisführung umgebogen hatten. Bayer bezeichnete nunmehr die von der
britischen Umweltministerin Margaret Beckett angeordneten Auflagen als
Ursache dafür, daß der Anbau des Gen-Mais "ökonomisch nicht lebensfähig"
sei.
Warum frei von gentechnischer Veränderung?
Das Independent Science Panel (www.indsp.org) veröffentlichte in September die endgültige Fassung ihres Reports für 'A GM-Free Sustainable World' (draft-Version erschien bereits im Mai). Die dt. Übersetzung heisst: 'Plädoyer für eine gentechnikfreie zukunftsfähige Welt'.
In der ersten Hälfte werden die meisten Gefahren, die von der Gentechnik ausgehen, beleuchtet;
in der zweiten Hälfte werden dann die vielfältigen Vorteile der zukunftsfähigen Landwirtschaft und ihre Erfolge dargestellt.
Wer versteckt sich hinter der Macht der Gene?
Alle Welt debattiert über die Gentechnologie. Nachfolgend einige Argumentationshilfen für die fehlende Positionsbestimmung der Linken/Linksradikalen.
Gentechnik - ein Thema, das uns brennend interessiert!
Vor zwei Jahren tönte die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG):
"Im kommenden Jahrhundert wird sich die Genomtechnologie als eine der entscheidenden Schlüsseltechnologien etablieren. Die Dynamik dieser Entwicklung, die in Wochen und Monaten gemessen werden muß, läßt keine Zeit zu zögerlichem Handeln. Die Gefahr ist, daß große wirtschaftliche Potentiale leichtsinnig verspielt werden."
Mit dem "Jahr der Lebenswissenschaften" will Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn nun persönlich die Ärmel hochkrempeln und dafür sorgen, dass deutsche ForscherInnen der Weltspitze "nicht hinterherhinken". Schliesslich ist der "Standort Deutschland" in Gefahr.
Widerstand gegen die Freilandversuche
Nach der sogenannten Grünen Revolution" in den 60er Jahren startet die Agrarindustrie seit einigen Jahren einen neuen Versuch, die Unabhängigkeit der BäuerInnen weltweit weiter einzuschränken. Schon vor 30 Jahren wurden im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft besonders in den Trikontländern die Großgrundbesitzer und die internationalen Agrarkonzerne bevorteilt. Die Folgen waren eine starke Zunahme des Welthungers und eine massive Landvertreibung. In den 90er Jahren hat das Agrobuisness einen neue Variante entdeckt, die Abhängigkeit der Landwirtschaft von der Chemie- und Saatgutindustrie zu erhöhen.
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