Blätter für deutsche und internationale Politik 4/2005

Das Kartell der Grünen Gentechnik

Von Christoph Palme
Seit Jahren lehnen konstant über 70 Prozent der Bevölkerung in Europa gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Der Grund hierfür liegt in einer nüchternen Abwägung. Den ungeklärten gesundheitlichen und ökologischen Risiken etwa einer gentechnisch aufgerüsteten Tomate wird der zweifelhafte Nutzen jener "Antimatschtomaten" entgegengestellt, die schon deshalb von besonderer Haltbarkeit sein müssen, weil sie oftmals wochenlang quer durch Europa gekarrt werden. Da in Nordamerika diese Kosten Nutzen Diskussion nie in einer breiten Öffentlichkeit geführt wurde und Gen Lebensmittel bis heute nicht kennzeichnungspflichtig sind, gelang dort in den letzten Jahren weitgehend lautlos die Einführung dieser Risikotechnologie. Angestoßen von den Handelskonflikten mit dem gentech kritischen Europa beginnt dort erst jetzt und viel zu spät eine kritische Debatte.

Ähnlich uninformiert und dementsprechend leicht manipulierbar ist die Bevölkerung in den so genannten Entwicklungsländern, die den derzeit am rasantesten wachsenden Absatzmarkt fier die genmanipulierten Produkte der Agio Konzerne darstellen. Erst im Nachhinein bemerken dort die Landwirte, worauf sie sich einließen, zumal die offiziellen Organisationen, wie etwa die Landwirtschafts­und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO, die Erfolge der Gentechnik besser darstellen, als sie tatsächlich sind (1), weshalb die breite Öffentlichkeit von den massiven Fehlschlägen oft gar nichts erfährt. So haben die großen Saatgutkonzerne in Indien bereits Tausende von Bauern in den Ruin getrieben.

Zu einer regelrechten Versklavung der Kleinbauern führt das Patentrecht an den neuen Industriepflanzen (2). Da jedes gentechnisch veränderte Saatgut kommerzielles Eigentum der Biotech Konzerne ist, dürfen die Landwirte nicht einmal das von ihnen selbst ausgesäte und später geerntete Material zur Neuaussaat benutzen, ohne zugleich hohe Gebühren an die Agro Konzerne zahlen zu müssen. Gewinner dieses Spiels sind die Aktionäre der BiotechFirmen, Großgrundbesitzer und andere oft korrupte Eliten in den Entwicklungsländern. Der Verlierer ist, neben den kleinbäuerlichen Dorfgemeinschaften, die Umwelt, da die entstehenden riesigen Monokulturen extrem anfällig für Störungen sind, Regelmäßig ist dort ein Rückgang der Artenvielfalt um. 80 Prozent zu beobachten. Dennoch steigt entgegen anders lautender Erklärungen der Biotech Konzerne der Pestizideinsatz auf diesen Plantagen langfristig (3) weiter, weshalb die durch diese Technik entstehenden "Superunkräuter" nur mit noch immer schärferen Eingriffen in das Ökosystem zu bekämpfen sind. Letztlich droht die menschliche Gesundheit zum Verlierer dieses Teufelskreislaufes zu werden. wissenschaftliche Studien haben jedenfalls immer wieder Zusammenhänge etwa zwischen Magenkrebs und gentechnisch veränderten Lebensmitteln festgestellt.(4) Summa summarum wird den Menschen also zunehmend eine Technologie oktroyiert, deren tatsächliche und potenzielle Risiken beim derzeitigen Stand der Forschung in keinem. Verhältnis zu ihrem Nutzen stehen. Wie aber konnte es zu diesem Versagen der politischen Entscheidungssysteme kommen?

Die Interessen der Biotech Konzerne

Die Biotech Branche der USA verliert seit dem. so genannten Gentech Moratorium der EU von 1999 jährlich rund 300Mio. US Dollar Exporterlöse.(5) Weltweit geben die Gentech Konzerne dennoch jährlich 4,4 Mrd. US Dollar Entwicklungskosten zur Erforschung und Erprobung neuer Produkte aus. Zu einfach wäre es jedoch, die Schuld alleine dem Gewinnstreben der Wirtschaft in die Schuhe zu schieben. In einer Marktwirtschaft ist es die systembedingte Aufgabe der Unternehmen, Innovation voranzutreiben, nach neuen Produkten zu suchen und um Marktanteile zu kämpfen. Gerade für rohstoffarme, hoch industrialisierte Volkswirtschaften ist ständige Produktinnovation unverzichtbar, da der Verkauf von Know how in vielen Fällen das Einzige ist, was diese Länder auf denn Weltmarkt anbieten können, wenn Wirtschaftsunternehmen also die Chancen der Grünen Gentechnik (6) ausloten, dort investieren und eine angemessene Rendite für das eingesetzte Kapital erwarten, tun sie genau das, was man von ihnen erwartet. Es wäre daher verfehlt, die agroindustrielle Gentechnik a priori zu verteufeln.

Das Problem sind vielmehr die durch die neoliberale Ideologie gesetzten Rahmenbedingungen, unter denen solche Unternehmen handeln. Profit gilt als Wert an sich, der mehr zählt als jene ökologischen und gesundheitlichen Kollateralschäden, die ein solches Lenken produziert. Pharma Manager, die nicht täglich neue biotechnologische (Schein)Innovationen in den Markt drücken, gelten als Versager. So bringen natürliche Lebensmittel den Konzernen nur eine Gewinnmarge von drei Prozent, während so genannte functional food es auf 40 Prozent bringt also Lebensmittel, für die mit (oft fragwürdigen) gesundheits oder leistungssteigernden Zusätzen geworben wird. Unternehmen, die dieser Logik nicht folgen, werden von der Börse abgestraft. Eine solche Verabsolutierung von Firmengewinnen führt notwendigerweise zu Fehlsteuerungen, da die Werte, in deren Dienst diese Unternehmen eigentlich stehen sollten Befriedigung existenzieller Bedürfnisse, Wohlstand für alle, Verbesserung der Lebensbedingungen, sinnvoller Einsatz von Technologie, etc., dadurch stetig ins Hintertreffen geraten. Toleriert werden könnte diese Verselbstständigung rein monetären Denkens allenfalls dann, wenn die Wirtschaft durch Politik, Wissenschaft und Medien im Sinne einer Gewaltenteilung gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse in Schach gehalten würde. Genau diese Sicherungen versagen jedoch wegen der krakenartigen Ausbreitung neoliberaler Ideologie.

Die Indienstnahme der Politik

In einem offenen Verfassungsstaat ist es eigentlich Aufgabe der Politik, für einen Ausgleich zwischen den Interessen zu sorgen. Erfolgreich kann dies nur dann geschehen, wenn die verschiedenen Interessengruppen Kontakt zur Politik halten und sie reit den nötigen Informationen versorgen. Grundsätzlich ist deshalb gegen aggressiven Lobbyismus nichts einzuwenden weder gegen jenen der Agro Konzerne, allen voran des US Konzerns Monsanto, der seit Ende der 90er Jahre einen wahren Lobbyisten Feldzug zur Einführung der Grünen Gentechnik in Europa führt, noch gegen jenen von Nichtregierungsorganisationen (NG0s) wie Greenpeace, GMwatch, BUND, Informationsdienst Gentechnik oder der Öko Bauernverbände. Problematisch wird es jedoch, wenn Politiker und Beamte ihre Rolle als "ehrliche Makler" aufgeben und einseitige Interessenvertretung betreiben. Einreal abgesehen Fron dem Einfluss der Cheney Gang auf die Energie und Sicherheitspolitik der Bush Regierung oder dem Berlusconi Regime ist die Verfilzung zwischen Politik, Beamten und Big Business derzeit in kaum einem Bereich so ausgeprägt wie in der agroindustriellen Gentechnik. Solche Seilschaften machten es zum Beispiel möglich, illegal Gen Mais nach Mexiko zu schaffen, uni das dort geltende Anbauverbot für Gen Pflanzen zu umgehen und so gegen den willen der Bevölkerung Fakten zu schaffen (7). Dieser gänzlich anti demokratische Überfall gelang. Heute ist Mexiko gentechnisch "erobert", da landesweit auch traditionelle Kulturpflanzen gentechnisch verseucht sind.

Bereits unter der Clinton Regierung besetzten führende Manager von Monsanto leitende Positionen in den für die Agroindustrie zuständigen Bundesbehörden und wirkten maßgeblich an der Ausarbeitung des Rechtsrahmens für die Einführung der Grünen Gentechnik mit (8) Das entscheidende Gesetz zur Einführung der Grünen Gentechnik wurde von einem Monsanto-Rechtsanwalt geschrieben, der hierfür vorübergehend in die zuständige Bundesbehörde, die Food and Drug Administration, wechselte und nach getaner Arbeit wieder zurück zu Monsanto ging. So konnte erreicht werden, dass die amerikanischen Regulierungsbehörden bis heute die Gentechnik lediglich als Ausweitung konventioneller Züchtung einstufen und deshalb weder Veranlassung für besondere Sicherheitstests noch für eine Kennzeich­nungspflicht sehen. Unter der Bush Regierung verstärkten sich diese Tenden­zen noch, da nun auf breiter Front Mitglieder der den Biotech Firmen nahe stehenden, rechtslastigen Netzwerke und Think Tanks Einfluss auf die Regierungspolitik bekamen.

Bisheriger Höhepunkt dieser Entwicklung ist die konsequente Besetzung der in den USA so entscheidenden Bundesgerichte mit strammen Gesin­nungsgenossen der Grüner Gentechnik besonders zugetanen Republikani­schen Partei. Hinzu kommen im Gefolge des 11. September 2001 immer wieder Versuche, kritisch eingestellte Gruppen wie Greenpeace als Staats­feinde zu brandmarken und mundtot zu machen.

Ähnlich ist die Situation in Großbritannien. Dort hat Lord Sainsbury, Inha­ber einer der größten Supermarktketten des Landes, seit Jahren massiv in die Entwicklung der Grünen Gentechnik investiert. Im Jahre 1997 spendete Sainsbury der Labour Party einen Rekordbetrag ein Jahr später war er Wis­senschaftsminister im Kabinett Blair. Im Jahre 2002 stellte die ehrwürdige "Times" verwundert fest, dass die staatlichen Zuwendungen für Sainsburys Forschungslaboratorien um 300 Prozent gestiegen waren. Dem Minister kommt eine Schlüsselstellung bei allen Fragen der Einführung der Grünen Gentechnik in England (9). lm Jahre 2003 hatte Sainsbury bereits elf Mio. Pfund gespendet; im selben Jahr feuerte Tony Blair auf Druck von Monsanto, Bayer und Dupont seinen Umweltminister Michael Meacher, nachdem dieser mangelnde Sicherheitstests bei Genfood kritisiert hatte.

Weniger dramatisch ist die Kumpanei zwischen Biotech Unternehmen und Politik bisher in Deutschland. Dennoch gibt es auch hier bedenkliche Ent­wicklungen. So gilt Sachsen Anhalt seit Jahren als einer der kompromiss­losesten Befürworter agroindustrieller Gentechnik. Die Landesregierung drohte bereits mehrmals eine Verfassungsklage gegen das neue Gentechnik­gesetz der rot grünen Bundesregierung an. Ein Blick auf die Zusammenset­zung des Landtags fördert dahinterstehende Interessen zu Tage; Der Geschäftsführer des Projektbetreibers lnnoplanta, Dr. Uwe Schrader sitzt als Parteifreund des Wirtschaftsministers Horst Rehberger im Landtag und ist einer der Hauptinitiatoren des geheimen Erprobungsanbaus von Gen Mais in Sachsen Anhalt. Ein weiteres Beispiel für die Verfilzung zwischen Politik und Befürwortern der Gentechnik ist Cornelia Yzer.1990 rückte die Juristin und Ziehtochter von Helmut Kohl aus der Bayer "Umweltabteilung" in den Bundestag ein. Trotz offensichtlicher Interessenkonflikte sah sie keinen Anlass, ihre Stelle bei Bayer aufzugeben, 1992 folgte der Karrieresprung zur Staatssekretärin. Seit März 1997 arbeitet sie als Hauptgeschäftsführerin des Pharma Lobbyvereins "Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller" und kassiert dafür 200 000 Euro jährlich neben ihren Bezügen als Bundes­tagsabgeordnete. Nachdem dies alles aufflog, verließ Yzer den Bundestag; sie arbeitet seitdem nur noch als Pharmalobbyistin.

Auch internationale Organisationen wie UNO und Weltbank sind inzwischen von Biotech Lobbyisten unterwandert. So finden etwa regelmäßige Aus­tauschprogramme zwischen Mitarbeitern von Aventis und Weltbank statt. Ein Spitzenbeamter der Weltbank Abteilung für Agrarpolitik und ländliche Ent­wicklung ist gleichzeitig Vorstandsmitglied des von Monsanto, Syngenta und Bayer geförderten "International Service for the Acquisition of Agri Biotech Applications". Dabei handelt es sich um eine pressure group für die Vermark­tung von Biotechnologie, deren Aufgaben unter anderem darin bestehen, den Ländern der "Dritten Welt" über den Weg großzügiger" Nahrungsmittelhilfe" gentechnisch veränderte Lebensmittel aufzuzwingen (10) Eine besonders undemokratische Variante von Gentechnik Imperialismus findet im Irak statt. Dort erließ die US Besatzungsmacht im April 2004 kurzerhand eine Verord­nung zur Reform des kommerziellen Eigentums am Saatgut, wonach nicht einmal mehr die von den Landwirten selbst geerntete Feldfrucht zur Neuaus­saat benutzt werden darf. Bemerkenswert ist auch der überraschende Kurs­wechsel der bisher vergleichsweise neutralen FAO hin zu einer überzeugten Befürworterin Grüner Gentechnik.

Komplize Wissenschaft

Bei ihrer Propaganda beziehen sich viele Politiker und Beamte auf Fachwis­sen so genannter wissenschaftlicher Kapazitäten. So kommen führende Wis­senschaftler aus staatlichen wie privaten Forschungseinrichtungen zu dein Ergebnis, gentechnische Lebensmittel seien unbedenklich, oft sogar gesün­der als die natürlichen, würden den Hunger in der Welt besiegen und seien wegen der künstlich geschaffenen zusätzlichen genetischen Vielfalt der wahre Garant einer nachhaltigen Entwicklung. Hört man auf diese Experten, scheint mit der Grünen Gentechnik das Paradies auf Erden einzuziehen (11).

Was einem die offizielle Wissenschaft kaum. sagt: Es gibt inzwischen genug Studien, die belegen, dass es sehr wohl einen Gentransfer von der Nahrung in den Körper geben kann, die Artenvielfalt in den gentechnischen Monokultu­ren drastisch sinkt, der Herbizidverbrauch durch die sich entwickelnden Resistenzen langfristig steigt und Superunkräuter entstehen. Auch haben Studien längst nachgewiesen, dass der wahre Grund für den Hunger in der Welt ungerechte Landverteilung, fehlender Zugang zu Wasser, schlechte Lagerung und vor allem Armut sind und nicht etwa fehlende Gentechnik. (12)

Auch wie eine mit Milliardenbeträgen erforschte teure Gentechnik ausge­rechnet von Bauern bezahlt werden soll, die nicht einmal das Geld für die Ernährung ihrer eigenen Wider haben, sagen einem die Experten nicht. Allein in Indien, einer Speerspitze für die Agro Industrie, brachten sich bis heute rund 10 000 Baumwolf Bauern um, weil sie die Kredite nicht zurück­zahlen konnten, die sie für die teure Agro Technik eben jener Konzerne auf­genommen hatten, die ihnen jetzt die Grüne Gentechnik als Erlösung anbie­ten.(13) Und wagt es doch einmal ein Wissenschaftler, an die Öffentlichkeit zu gehen wie Arpad Pusztai im Jahre 1998, schlägt das Imperium zurück. Pusztai, ein angesehener Wissenschaftler, der 30 Jahre lang als überzeugter Anhänger der Gentechnik am renommierten Rowett Research Institute in Aberdeen gearbeitet hatte, wurde diskreditiert und bedroht, bei ihm wurde eingebrochen und seine Arbeitsergebnisse gestohlen. Pusztai verlor seinen Job, und die Royal Medical Society verleumdete ihn. Dabei hatte er nur einen Verdacht geäußert, dem man hätte nachgehen sollen. Der eigentlichen Auf­gabe eines Wissenschaftsverbandes, diese Studien fortzuführen und wissen­schaftlich zu überprüfen, kam die mit weltweiten führenden Köpfen besetzte Royal Society aber nicht nach.(14) Sucht man nach den Ursachen dieser Wissen­schaftskorruption, wird man schnell fündig. Spätestens seit dem Amtsantritt von Lord Sainsbury sind große Teile des offiziellen britischen Wissenschafts­betriebs, wie etwa die in Wissenschaftsfragen maßgebliche Royal Society, weitgehend von der Pharma und Biotechindustrie abhängig oder sogar von ihr unterwandert oft übrigens mit dem offiziellen Segen der Regierung. Diese Kumpanei zwischen Konzernbossen, Politikern und "Spitzenwissenschaftlern" war übrigens auch der Grund für das BSE Desaster, das den Steuerzahler europaweit Milliarden kostete. Unabhängige Wissenschaftler, die seit Jahren vor den Gefahren der Tiermehlverarbeitung warnten, wurden von diesen feinen Kreisen systematisch mundtot gemacht, da die für die Aus­schaltung des BSE Erregers nötigen höheren Temperaturen bei der Tiermehl­herstellung die Gewinnmargen der Futtermittelindustrie verringern.

Auch die Anne des weltweit in der Agro Gentechnik führenden Monsanto-­Konzerns reichen weit. So distanzierte sich auf Druck dieses Unternehmens das renommierte Fachmagazin "Nature" im Jahr 2002 von einem dort erschienenen Artikel des Berkeley Professors Ignacio Chapela, der Gen­Mais Kontaminationen natürlicher Mais Sorten in Mexiko und damit indirekt den illegalen Transport von den USA nach Mexiko nachwies ein einmaliger Vorgang in der 135jährigen Geschichte dieser Zeitschrift, hatte ein streng prüfendes Gremium den Artikel doch als publikationswürdig angenom­men. (15) Außerdem verweigerte die Universitätszeitung von Berkeley dein Pro­fessor 2004 trotz einmütig positiver Empfehlung des Kollegiums eine Festan­stellung die Universität arbeitet seit 1998 in einer Forschungskooperation mit dem Gentech Konzern Novartis zusammen, die ihr jährlich fünf Mio. US­-Dollar einbringt, In demselben Jahr bestätigte eine Studie die Befunde von Chapela und warnte vor einem. unwiederbringlichen Schaden für den welt­weit einzigartigen Schatz natürlicher Maissorten. Auf Intervention der Bush Regierung wird diese Studie jedoch bis heute geheim gehalten.(16)

Dass trotz, genauer; gerade wegen unterdrückter Risikoforschung die Grüne Gentechnik weltweit auf dem Vormarsch ist, dürfte einem. wissenschaftlichen Taschenspielertrick zu verdanken sein. renn der von FAO und WHO 1996 angenommene Standard zur Risikoabschätzung von gentechnisch veränder­ten Nahrungsmitteln ist geradezu eine Aufforderung zur Manipulation. Nach diesem "Prinzip der substanziellen Äquivalenz" gilt ein Lebensmittel dann als sicher, wenn es einem herkömmlichen Lebensmittel gegenüber als gleich­wertig angesehen werden kann. Darüber aber, wann diese Gleichwertigkeit vorliegt, sagt das Prinzip nichts aus. An einer schnellen Zulassung eines Lebensmittels interessierte Wissenschaftler können sich daher nach Belieben immer diejenigen Eigenschaften aussuchen, bei denen am Schluss am ein­fachsten und sichersten eine Gleichwertigkeit herauskommt. Würde man die­ses Konzept auf die Risikoabschätzung von atomaren Brennelementen anwenden, könnten sich die Forscher auswählen, ob sie auf die allein ent­scheidende Strahlendosis oder auf die Farbe der Brennelemente abstellen, um. die Gleichwertigkeit mit sicheren Stoffen festzustellen. So verwundert es nicht, dass bis heute weltweit praktisch alle Lebensmittel diesen "Sicherheit­stest " bestanden. Und obwohl dieses "Prinzip der substanziellen Äquivalenz " bereits 1999 von 600 Wissenschaftlern aus 72 Ländern heftig kritisiert wurde, (17) ist es bis heute der herrschende wissenschaftliche Standard zur Untersuchung von Gen Nahrungsmitteln.

Eine undurchsichtige Rolle bei der Einführung der agroindustriellen Gen­technik spielt auch die erst 2002 gegründete Europäische Lebensmittelbe­hörde EFSA. Ihre Aufgabe sollte es eigentlich sein, die EU Kommission mit unabhängigem wissenschaftlichen Sachverstand bei ihren Risikobewertun­gen zu unterstützen. In der Praxis tut sie sich allerdings bisher vor alle. in der Erteilung von Persilscheinen für die Agroindustrie hervor. Von fast allen EU­-Mitgliedstaaten erhobene, wissenschaftlich begründete Sicherheitsbeden­ken werden regelmäßig von der EU Kommission unter Verweis auf die Stel­lungnahmen der EFSA vom Tisch gewischt. Schaut man sich dann die Zusammensetzung dieses Gremiums genauer an, tauchen interessante Ver­bindungen zwischen diesen "unabhängigen" Wissenschaftlern und der Agro Industrie auf: Der eine hat Beraterverträge mit dieser Biotechtirma, der andere hält Aktienpakete von jener, und die zwei deutschen Wissenschaftler treten gar in Werbefilmen auf, die für Aventis, BASF, Monsanto und Co. zur Bewerbung der Grünen Gentechnik produziert wurden. (18)

Da die meisten Menschen, gerade in Europa, aber trotz all dieser Bemühun­gen Agro Gentechnik ablehnen, ließ man sich Prestige Projekte wie Golden Rice einfallen, mit denen das Image dieser Risikotechnologie verbessert wer­den soll. Und auch hier spielen Wissenschaftler eine zentrale Rolle. Mit hohen Subventionen von der EU gefördert, wird hier an Gen Reis reit eingebautem Beta Carotin geforscht, welches dann im Körper Vitamin A produziert und so gegen Blindheit helfen und einen höheren Infektionsschutz liefern soll. In den Entwicklungsländern, wo sich Millionen Menschen vorwiegend von Reis ernähren, ist nämlich gerade der Vitamin A Mangel nach den Erkenntnissen der Biotech Konzerne ein schwerwiegendes Problem.. So sprechen Pharma-­Manager von wissenschaftlichen Studien, die ergeben hätten, dass jeden Monat 50 000 Kinder die Verzögerung der Einführung dieses Wundermittels mit Erblindung bezahlen müssten.(19) Zwar haben Versuche von Monsanto in der Tat eine Erhöhung des Provitamin A Gehalts durch Gen Reis ergeben - allerdings nur auf Kosten eines markant gesunkenen, ebenso wichtigen Vitamin E Anteils. Ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse legen den Schluss nahe, dass goldener Reis allein den Vitamin A Mangel und die damit verbundene Blindheit nur geringfügig zu reduzieren vermag, da der wahre Grund für die Mangelerscheinungen durchfallähnliche Erkrankungen in den Entwicklungsländern sind. Außerdem gibt es in Indien, einen. der Zielländer für diese gentechnische Zwangsbeglückung, mit der natürlichen Sorte "Roter Reis" ein Nahrungsmittel, das sogar mehr Vitamin A enthält als das angeprie­sene lidustrieprodukt.(20) Der Golden Rice ist also schlicht überflüssig so sehen es jedenfalls Gruppen wie Brot für die Welt.

Auch das sonstige Verhalten der Biotech Konzerne in den Regionen der "Dritten Welt" bestätigt nicht die seitens der Konzerne so ostentativ vorge­brachte Sorgen um die Gesundheit der dort lebenden Menschen. So verlauft etwa Bayer in Indien Insektenvernichtungsmittel, die in der EU schon lange verboten sind, und nimmt damit schwere Gesundheitsschäden und Todesfälle unter den indischen Baumwollarbeitern in Kauf. Dennoch übernehmen füh­rende Politiker, wie der scheidende baden württembergische Ministerpräsi­dent Erwin Teufel, kritiklos die PR von Golden Rice selbstverständlich unter Verweis auf "unabhängige' Experten. (21)

Auch in Deutschland wächst der unheilvolle Filz zwischen Wissenschaft und :Kommerz. So machten im. Oktober 2004 die beiden Wissenschaftsmana­ger Ernst Ludwig Winnacker (DFG) und Hans Olaf Henkel (Leibniz Gemein­schaft) an der Spitze einer Allianz der großen Wissenschaftsorganisationen Front gegen das neue Gentechnikgesetz, welches "die Zukunftschancen unserer ,Tugend" verspiele. Nun ist es das gute Recht von Wissenschaftsorga­nisationen, auf Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen. Problematisch wird es aber, wenn solche Personen als Vertreter edler Wissenschaft auftreten und, wie Winnacker, nebenbei im Aufsichtsrat von Bayer sitzen und sogar Aufsichtsratsvorsitzender der ebenfalls in Gentechnik investierenden Firma Medigene sind. Geradezu grotesk wird es, wenn ein Wissenschaftsvertreter wie Herr Henkel in. gleichen Atemzug von "überflüssigen Windrädem" spricht, brachten diese doch einen riesigen lnnovationsschub für die deutsche lngenieurskunst, Exportrekorde und Zehntausende neuer Arbeitsplätze also weit mehr als die Agro Gentechnik, deren erklärtes Ziel ja ohnehin Rationalisierung und damit Arbeitsplatzabbau ist. Dies zeigt, wie sehr das neolibe­rale Dogma das Denken der Wissenschaft inzwischen korrumpiert hat.

Die verheerende Rolle der Medien

Eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung der Grünen Gentechnik spielen die den Industriewissenschaftlern zugetanen Medien. So titelte etwa das "Time Magazine'", dass der Golden Rice "jedes Jahr einer Million Kinder das Leben retten` könnte (22). Dass ein paar Jahre später selbst Biotech Vertreter einräum­ten, diese Versprechen seien zu vollmundig gewesen, liest man dann allenfalls noch auf den Internetseiten der NGOs. Endgültig verheerend wird es, wenn es, wie in den USA, kaum noch kritische Massenmedien gibt. Forschungser­gebnisse, die auf gesundheitliche Risiken hinweisen, kommen dort praktisch nicht vor. Stattdessen berichtet das US Network ABC in der besten Sendezeit über Studien, die angeblich belegen., dass Öko Produkte gefährlicher als Industrienahrungsmittel seien. Da wegen der schädlichen Wirkungen von Chemikalien, Hormonen und Antibiotika sowie der fortschreitenden Verfet­tung der US Bevölkerung medizinisch schon lange das Gegenteil bewiesen ist, distanzierte sich die Senderkette, die große Spenden vom. Agro Business bekommt, später zwar halbherzig von diesen verfälschten "Studien". Die beabsichtigte Wirkung in den Köpfen der Menschen war jedoch längst erreicht worden. Aber selbst dieses Eingeständnis hielt die PR Strategen der Biotech-­Industrie nicht davon ab, ihre Propaganda weiter zu verbreiten.

Auch in Deutschland finden die Wissenschaftler des Agro-Business leicht mediale Repräsentanz. So wurden in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) die besagten Befunde Pusztais durch den Gen Experten der Bundesfor­schungsanstalt für Ernährung als maßlos übertrieben abgekanzelt.(23) lass dieser Gen "Experte" selbst an Werbekampagnen für Monsanto teilnahm und sein FAZ Beitrag von einer PR Frau von Monsanto mitgeschrieben wurde, erfährt man nur im Kleingedruckten.(24)

Ein noch schwerer zu durchschauendes Vorgehen ist das verdeckte Agie­ren der Konzerne mittels vorgeblicher NGOs. So gründeten Bayer, Novartis, Monsanto Europe, Nestlé, Novo Nordisk, Rhöne Poulenc und Unilever einen Interessenverband mit dem sympathischen Namen EuropaBio. Dessen Hauptaufgabe ist die lautlose Überzeugungsarbeit bei politischen Entschei­dungsträgern. Aber auch in Fernsehshows treten Vertreter dieses Vereins auf - als überzeugte Ökologen, die den Einsatz der Agro Industrie zurr Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen empfehlen. In ähnlicher weise werden auch Konsumenten, Kleinbauern oder Vertrauen erweckende Mütter gezielt von PR Agenturen als unbedarfte Dritte platziert, um dann vor einen. Massenpublikum die Vorzüge gentechnisch veränderter Lebensmittel zu preisen, wohlgemerkt: nicht in Werbesendungen, sondern im. Hauptprogramm.

Eine Medienpräsenz unabhängiger :Kritiker wird hingegen systematisch zu verhindern versucht. Die britische Royal Society machte, wie bereits gezeigt, den Genforscher Pusztai praktisch mundtot. Um kritische Äußerungen künf­tig ganz zu verhindern, greift man inzwischen zu offener Zensur. So lässt die nächtige Wissenschaftsorganisation nur noch ausgewählte Personen bei Medien Anfragen sprechen.(25) In Deutschland wurde 1998 auch Greenpeace ein Zensuropfer. 'protz guter Einschaltquoten wurde die RTL Sendung "Greenpeace TV" nicht fortgesetzt, nachdem sich mächtige Werbekunden wie Nestle wegen der kritischen Haltung von Greenpeace zu Gentech-­Lebensmitteln beschwert hatten Die bewusste Irreführung der Öffentlichkeit erfuhr 2003 sogar die Billigung eines US Berufungsgerichts in Florida; In einem Prozess zwischen denn Sender Fox News und investigativen Journalis­ten, die sich weigerten, auf Druck von Monsanto einen Bericht über deren gesundheitsschädliche Wachstumshormone zurückzunehmen, bescheinigte das Gericht dem Sender ausdrücklich das Recht, gefälschte Berichte senden zu dürfen. Der Grund hierfür liegt darin, dass die von Michael Powell, dem Sohn Colin Powells, geleitete US Medienaufsicht FCC das Medienrecht so gelockert hat, dass es keine rechtliche Handhabe mehr gegen solche Manipu­lationen gibt. Die Allianz von "Wissenschaft" und Medien schafft auf diese Weise in den Köpfen der Menschen schleichend falsche Realitäten, die dann wieder von interessierter Sexte für ihre Zwecke genutzt werden können.

Faktische Gleichschaltung

Faktisch lässt sich eine klare Korrelation zwischen der ,Ausschaltung pluralitischer Entscheidungsprozesse und der Einführung agroindustrieller Gen­technik feststellen. In den USA, China, Indien und vielen anderen Ländern konnte diese Risikotechnologie dadurch lautlos, ohne nennenswerte öffentli­che Diskussion und gegen die Interessen der Bevölkerung etabliert werden. Zwar gab es vereinzelt Widerstand vors NGOs, der aber selten eine echte Bedrohung für die kommerziellen Interessen der Biotech-Konzerne darstellte.

Die Entscheidungsprozesse sind mit demokratischen Prinzipien völlig unvereinbar. Während in vielen Ländern der" Dritten Welt" die gesellschaftli­che Infrastruktur für eine offene Diskussion gar nicht vorhanden ist, stellt sich die Situation in den USA anders dar. Hier gibt es zwar im Grundsatz ein demokratisches Entscheidungssystem mit einer Gewaltenteilung, das aber durch eine faktische Gleichschaltung aller maßgeblichen Machtfaktoren, ein­schließlich der Parteien, gezielt ausgeschaltet wurde.(26) Legislative und Exe­kutive fungieren als Handlanger der Biotech Konzerne, und auch die Judika­tive deckt durch ihre scheinbar sachlichen richterlichen Entscheidungen das Vorgehen der Unternehmen. Für das passende gesellschaftliche Klima sorgen Medien und Wissenschaft. Statt als vierte und fünfte Gewalt einen ernsthaf­ten Diskurs über die Vor und Nachteile der Grünen Gentechnik zu führen, produzieren sie in der US Bevölkerung eine naive Technikgläubigkeit, die gegenwärtig eine neue Runde der Genforschung einläutet: Bisher aus Sicher­heitsgründen in hermetisch abgeriegelten, geschlossenen Systemen produ­zierte Arzneimittel sollen nun auf dem freien Feld wachsen um Kosten zu sparen. Damit hat sich die" unsichtbare Hand" einer alle Subsysteme Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien faktisch gleichschaltenden neoli­beralen Ideologie in den USA endgültig durchgesetzt.

Sieht man von der bedenklichen Korruption des Wissenschaftsbetriebs in Großbritannien einmal ab, stellt sich die Situation in der EU (noch) ein wenig besser dar. Sowohl auf EU Ebene, vor allem Dank des "grünen Gewissens der EU, dem. Europäischen Parlament, als auch auf der Ebene der Mitglied­staaten erfolgte die Einführung der Grünen Gentechnik bisher stets in einem zwar hart geführten, aber halbwegs offenen Diskurs. licht zuletzt wegen der starken Stellung öffentlich rechtlicher Sender konnten hier auch kritische Stimmen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein gewichtiges Wort mitre­den. Eine bis heute konstante Ablehnung von über 70 Prozent der Bevölke­rung lässt sich zum Glück nicht so ganz einfach übergehen.

Doch die Agro Konzerne reagieren bereits mit neuen Gegenstrategien. So wird mit Hülfe geheim gehaltenen .Anbaus auch in Europa versucht, Fakten zu schaffen. Und auch das Rechtssystem. wird in den Dienst der Konzerne gestellt: Die in Sachen. Gentechnik renitente EU wird vor der Welthandelsor­ganisation WTO wegen Verstoßes gegen Freihandelsprinzipien verklagt und handelspolitisch unter Druck gesetzt. Parallel verwässern die USA als Schutz­nacht der Agro Konzerne die Unterzeichnung des Biosafety Protokolls. Die EU Kommission ihrerseits gibt diesen Druck nach innen weiter und zwingt die europäischen Nationen zur Einführung der Risikotechnologie.

Immerhin wird Gen Mais und Ähnliches in der EU aber noch immer nur nach einer Risikoabschätzung eingeführt; auch wird der Wahlfreiheit der europäischen Landwirte und Verbraucher halbwegs Rechnung getragen. An der bedenklichen Instrumentalisierung und Pervertierung des Rechts und anderer gesellschaftlicher Instanzen durch die Agroindustrie ändert dies nichts. renn obwohl die vornehmste Aufgabe des Rechts darin besteht, Min­derheiten und Schwache zu schützen, geschieht im Falle der Grünen Gen­technik das genaue Gegenteil: Eine zweifelhafte Elite aus Managern, Wissen­schaftlern, Medienvertretern und Politikern missbraucht das Recht und andere Einrichtungen der Demokratie, um denn. vermeintlichen Souverän, nämlich dem Volk, eine Risikotechnologie aufzuzwingen, die es nicht will.


Literatur:

  1. Vgl. www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=3829. - ^
  2. Zu den Versuchen, im Rahmen der Bindiversitätskonvention hier das Schlimmste zu verhindern, vgl. Peter Tobias Stoll, Genetische Ressourcen, Zugang und Teilhabe, in: Nina Wolf und Wolfgang Kick (Hg.), 10 Jahre Übereinkommen über die biologische Vielfalt, Bader Baden 2004, S. "73 ff. - ^
  3. Vgl. hierzu Charles Benhrook, Do GM crops mean less pesticide use? Pesticide C)utioak 2001. - ^
  4. Stanley Ewen und Arpad Pusztai, Efiect of diets contining genetically modilied potatoes expressing Galanthus nivalis lectin in rat small intestine, The Lancet, 354/1999, 5.1353 ff. - ^
  5. Gudrun Kordecki, Grüne Gentechnik in Europa, in: "Blätter",11/2002, 5.1388 1390. - ^
  6. Im Gegensatz etwa zur Stammzellenforschung, einem wichtigen Bereich der so genannten Roten (medizinischen) Gentechnik. - ^
  7. Vgl. ,das Interview mit dem Biologen Ingacio chapeia, in: Theresia Schleierling, Gen ethischer Informationsdienst, 412004, S. 8 ff. - ^
  8. VgI. "Die Zeit", 3712000. - ^
  9. Ein umfassendes Dossier über Sainshury findet sich bei (http://www.gmwatch.org/profilel.asp?PrId=116 - nicht mehr erreichbar). - ^
  10. Vgl. www.projectcensored.org/publications/2005/21.htrnl (nicht mehr erreichbar). - ^
  11. So veranstalte der US Kongress am 29.6.2000 eire medienwirksame Tagung mit dem Titel: " Kann Bio technologie den Hunger in der Welt besiegen". Vgl. auch Tanja Brühl, Biotechnologie gegen den Hunger? In: "Blätter`, 1/1997, S. 22 25. - ^
  12. Umfangreiche Nachweise hierzu beim Institute of Science in Society, London, sowie auf der Internetseite des Independent Science Panel, www.indsp.org. - ^
  13. Interview mit dem.,loumallsten Devinder Sharrna vorn 1. 1 1.2994, www.greenpeace.org. - ^
  14. Vgl The Guardian",1.11.1999, sowie www.zeit.de/1999/91199909genkartoffel.html (tod). - ^
  15. Theresia Schleierling, Gen ethischer Informationsdienst, 4/2004, S. 8 ff. - ^
  16. Die Studie wurde Greenpeace zugespielt, vgl. www.greenpeace.org/internationalen/news/details?item_id=617830. - ^
  17. Vgl. hierzu The Institute of Science in Society, London; Open Letter from World scientists to All Governrnents for a moratorium an releases of OMUs and support for organic agriculture, www.isis.org.uk (nicht mehr aktuell). - ^
  18. Es handelt sich dabei um den Werbefilm "Genmals - das streitbare Korn" von 2002. Vgl. insgesamt das detaillierte Dossier der Friends of the Earth, Throwing caution to the wind 2004; vgl. hierzu auch "die tageszeitung ", 7.3.2005. - ^
  19. "Die Zeit", 30/2003, - ^
  20. So Afsar Jafri von der Forschungsstifung für Wissenschaft, Technologie und Ökologie in Neu Delhi im Interview des Deutschlandfunks, 30.10.2004. - ^
  21. So gehörte denn Expertengrernium, das Erwin Teufel am 12. 1 1.2004 in Sachen Grüner Gentechnik anhörte, u.a. Professor Claus Dieter Jany von der Bundesanstalt für Ernährung in Karlsruhe an, der gern auch mal nebenher auf PR Tour für Monsanto geht. - ^
  22. Time ", 31.7.2000. - ^
  23. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 17.3.1999. - ^
  24. Vgl. hierzu Hans Ulrich Grimm, Die Suppe lügt. Die schöne neue Welt des Essens, München 1999, 272 ff. - ^
  25. www.i sis.org/i sisnews 17.shtml. - ^
  26. Vgl. Kristina Borjesson (Hg.): Zensor USA. Wie die amerikanische Presse zum Schweigen gebracht wird, Zürich 2004. - ^