Interview mit Landwirt Percy Schmeiser
"Eine ökonomische Katastrophe"
In Kanada ist es nicht mehr möglich, konventionell oder biologisch
gentechfreien Raps anzubauen: Die genmanipulierte Rapssaat kontaminiert alle
Felder.
Im August 1998 verklagte der Gentechnik-Konzern Monsanto den kanadischen
Bauer Percy Schmeiser, gentechnisch verändertes patentiertes Raps-Saatgut
widerrechtlich angebaut zu haben: Schmeisers konventionelle und die
Bio-Felder seiner Frau waren von genverändertem Saatgut verunreinigt. Zwei
Gerichte verurteilten ihn zu einem Schadensersatz in Höhe von 100.000 Euro.
Erst das oberste kanadische Bundesgericht stoppte den Konzern im Jahr 2004:
Schmeiser wurde von Schadensersatzforderungen an den Konzern freigesprochen.
Doch gleichzeitig befand das Gericht, dass Monsanto grundsätzlich im Recht
sei und die Patentansprüche des Konzerns auch für kontaminierte Äcker
gälten. 2005 hat Percy Schmeiser Gegenklage gegen Monsanto eingereicht,
wegen Umweltverschmutzung und Zerstörung von Schmeisers gentechnikfreier
Saatgutzüchtung.
Das Interview findet ihr »hier
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