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Natur als EigentumWie Unternehmen versuchen, sich Patentrechte an Lebewesen zu sichernAls der US-Konzern Monsanto im Jahr 2000 die Abteilung für Weizenforschung der Firma Unilever übernahm, erwarb er damit auch etliche Patentanträge auf Weizen. Eines dieser Patente wurde im Mai 2003 vom Europäischen Patentamt in München erteilt. Dieses Patent ist ein gutes Beispiel für die gängige Praxis in der Biotechnologie-Branche, sich Monopolrechte über genetische Ressourcen mittels einer vermeintlich "erfinderischen Leistung" (eine wichtige Klausel im Patentrecht) zu verschaffen. Weizenkörner, Mäuse, Bodenbakterien, Blutproben und Heilpflanzen werden via Patentamt zu mit exklusiven Nutzungsrechten ausgestatteten technischen Produkten erklärt. Die neuen Eigentumsrechte, TRIPS (Trade Related Aspects of Intellectual Property Rights) Das Patentrecht macht die BäuerInnen zu Sklaven der MultisEnde 1994 wurde nach langjährigen Verhandlungen die WTO gegründet. Diese neue Welthandelsorganisation hat sich die vollständige Liberalisierung des Weltmarkts zum Ziel gesetzt. Die Mitgliedsländer verpflichten sich, einen breit gefächerten Vereinbarungsrahmen über die Liberalisierung bzw. Abschaffung aller Handelsbarrieren in nationale Gesetze zu übernehmen. Mehr noch, die WTO kann ihre Mitgliedsländer dazu zwingen, die Vorschriften der WTO zu erfüllen, sonst werden die einzelnen Staaten empfindlich abgestraft. So wie bisher die Liberalisierungsvorschriften aussehen, dienen nahezu alle Vereinbarungen der Globalisierung der Märkte und bevorteilen einseitig die großen Transnationalen Konzerne. Die Interessen der ArbeiterInnen, BäuerInnen, der Armen fallen unter den Tisch. Lizenz auf LebenIn diesen Wochen werden national und international die Weichen gestellt, wie weit die Biopatente reichen sollen Der Landwirt Marc Loiselle klagt gegen BAYER und MONSANTO "Gentech-Konzerne ruinieren Ökobauern"Im Kanada haben Öko-Bauern und -Bäuerinnen einen Prozess gegen BAYER und MONSANTO angestrengt, weil der Gentech-Raps der beiden Konzerne sich in ihren ökologisch produzierten Raps einkreuzt. Marc Loiselle ist einer der Kläger. Warum Nahrungshilfe heillose Folgen haben kannGentechnisch verändertes Saatgut in Hilfslieferungen stellt Entwicklungsländer vor schwerwiegende Entscheidungen |
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