Versuch: 6786-01-0063

 

Organismus

Phänotyp

Firma

Zeitraum

genehmigt am

Art des Verfahrens

Zuckerrüben

HR AR

AgrEvo

1997 bis 2002

11.04.1997

Dt_vereinfachtes Verfahren

 

Genotyp


Organismen
Gentechnisch veränderte Zuckerrübenpflanzen
Varietät: Beta vulgaris L. ssp. vulgaris provar. altissima Döll (Zuckerrübe)

freizusetzende Pflanzen:
Nachkommen der im Antrag beschriebenen Zuckerrüben-Transformante T120-7.

Art der gentechnischen Veränderung:
Eine in vitro neukombinierte Nukleinsäure wurde mit Hilfe von Agrobacterium tumefaciens als Überträger in den Empfängerorganismus Beta vulgaris L. ssp. vulgaris, provar. altissima Döll (Zuckerrübe) eingeführt.
Die eingeführte Nukleinsäure enthält zwischen den Borderregionen des verwendeten Transformationsvektors das unten beschriebene synthetische Phosphinothricin-Acetyltransferase-Gen (pat-Gen) unter der Kontrolle des 35S-Promotors und -Terminators des Cauliflower Mosaic Virus (CaMV) und das Neomycin-Phosphotransferase-Gen (nptII-Gen) aus Escherichia coli unter der Kontrolle des Promotors des Nopalinsynthase-Gens und des Terminators des Octopinsynthase-Gens aus Agrobacterium tumefaciens. Außerdem sind innerhalb der Borderregionen die cos-sites des Bakteriophagen und das Plasmid piAN7 mit dem Sup F t-RNA-Gen aus E. coli enthalten.
Die Nukleinsäure der kodierenden Region des pat-Gens wurde chemisch synthetisiert, wobei die für Pflanzen typische "codon usage" berücksichtigt wurde. Die Nukleotidsequenz wurde aus der Aminosäuresequenz des PAT-Enzyms abgeleitet, das von dem Bodenbakterium Streptomyces viridochromogenes Tü494 gebildet wird.
Es erfolgt keine extrachromosomale Replikation des übertragenen genetischen Materials.
Quelle: RKI, Web-Seite zu Versuch 6786-01-0063

Phänotyp

Herbizidresistenz

RKI-Versuchsbeschreibung


Beschreibung des Vorhabens:
Freigesetzt werden sollen gentechnisch veränderte herbizidresistente Zuckerrüben. In die Zuckerrüben wurde mit gentechnischen Verfahren ein Phosphinothricin-Acetyltransferase-Gen (pat-Gen, es verleiht Resistenz gegen den Herbizid-Wirkstoff Phosphinothricin) transferiert. Zur Auswahl erfolgreich veränderter Pflanzen im Labor wurde zusätzlich ein Neomycin-Phosphotransferase-Gen (nptII-Gen, es verleiht Resistenz gegen bestimmte Antibiotika) eingeführt.
Der Freilandversuch soll Daten zur biologischen Wirksamkeit von Glufosinat-haltigen Herbiziden an den gentechnisch veränderten Pflanzen sowie Daten für die amtliche Mittelzulassung liefern. Außerdem sollen Wert- und Registrierprüfungen zur Sortenzulassung und Rückstandsuntersuchungen durchgeführt werden. Weiterhin sollen Tankmischungen und verschiedene Anwendungskombinationen getestet werden, das Ertragsniveau bestimmt werden und züchterische Prinzipien überprüft werden.
Die Pflanzen sollen unter ortsüblichen Bedingungen angebaut werden und im vegetativen Stadium geerntet werden. Schosser werden frühzeitig entfernt, so daß es nicht zu einer Blüte der Pflanzen kommen wird. Bei der Ernte werden die Rüben geköpft, und das auf der Versuchsfläche verbleibende Pflanzenmaterial wird zerkleinert und auf dem Versuchsfeld in den Boden eingearbeitet.
Quelle: RKI, Web-Seite zu Versuch 6786-01-0063

 


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