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Genotyp
Organismen
Gentechnisch veränderte Zuckerrübenpflanzen
Varietät: Beta vulgaris L. ssp. vulgaris provar. altissima Döll (Zuckerrübe)
freizusetzende Pflanzen:
Nachkommen der im Antrag beschriebenen Zuckerrüben-Transformante T120-7.
Art der gentechnischen Veränderung:
Eine in vitro neukombinierte Nukleinsäure wurde mit Hilfe von Agrobacterium tumefaciens
als Überträger in den Empfängerorganismus Beta vulgaris L. ssp. vulgaris, provar.
altissima Döll (Zuckerrübe) eingeführt.
Die eingeführte Nukleinsäure enthält zwischen den Borderregionen des verwendeten
Transformationsvektors das unten beschriebene synthetische
Phosphinothricin-Acetyltransferase-Gen (pat-Gen) unter der Kontrolle des 35S-Promotors und
-Terminators des Cauliflower Mosaic Virus (CaMV) und das Neomycin-Phosphotransferase-Gen
(nptII-Gen) aus Escherichia coli unter der Kontrolle des Promotors des
Nopalinsynthase-Gens und des Terminators des Octopinsynthase-Gens aus Agrobacterium
tumefaciens. Außerdem sind innerhalb der Borderregionen die cos-sites des Bakteriophagen
und das Plasmid piAN7 mit dem Sup F t-RNA-Gen aus E. coli enthalten.
Die Nukleinsäure der kodierenden Region des pat-Gens wurde chemisch synthetisiert, wobei
die für Pflanzen typische "codon usage" berücksichtigt wurde. Die
Nukleotidsequenz wurde aus der Aminosäuresequenz des PAT-Enzyms abgeleitet, das von dem
Bodenbakterium Streptomyces viridochromogenes Tü494 gebildet wird.
Es erfolgt keine extrachromosomale Replikation des übertragenen genetischen Materials.
Quelle: RKI, Web-Seite zu Versuch 6786-01-0063
Phänotyp
Herbizidresistenz
RKI-Versuchsbeschreibung
Beschreibung des Vorhabens:
Freigesetzt werden sollen gentechnisch veränderte herbizidresistente Zuckerrüben. In die
Zuckerrüben wurde mit gentechnischen Verfahren ein Phosphinothricin-Acetyltransferase-Gen
(pat-Gen, es verleiht Resistenz gegen den Herbizid-Wirkstoff Phosphinothricin)
transferiert. Zur Auswahl erfolgreich veränderter Pflanzen im Labor wurde zusätzlich ein
Neomycin-Phosphotransferase-Gen (nptII-Gen, es verleiht Resistenz gegen bestimmte
Antibiotika) eingeführt.
Der Freilandversuch soll Daten zur biologischen Wirksamkeit von Glufosinat-haltigen
Herbiziden an den gentechnisch veränderten Pflanzen sowie Daten für die amtliche
Mittelzulassung liefern. Außerdem sollen Wert- und Registrierprüfungen zur
Sortenzulassung und Rückstandsuntersuchungen durchgeführt werden. Weiterhin sollen
Tankmischungen und verschiedene Anwendungskombinationen getestet werden, das Ertragsniveau
bestimmt werden und züchterische Prinzipien überprüft werden.
Die Pflanzen sollen unter ortsüblichen Bedingungen angebaut werden und im vegetativen
Stadium geerntet werden. Schosser werden frühzeitig entfernt, so daß es nicht zu einer
Blüte der Pflanzen kommen wird. Bei der Ernte werden die Rüben geköpft, und das auf der
Versuchsfläche verbleibende Pflanzenmaterial wird zerkleinert und auf dem Versuchsfeld in
den Boden eingearbeitet.
Quelle: RKI, Web-Seite zu Versuch 6786-01-0063
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