Genmais ist ausgesät
Zwei Betriebe bauen an / Befürworter werben für veränderte Pflanzen
CARSTEN SCHÄFER
LIEBENWALDE Auf Feldern rund um Neuholland und Kreuzbruch wächst bereits
gentechnisch veränderter Mais. Bauer Christoph Plass aus Neuholland hat auf
17,3 Hektar BT-Mais des Biotechnologiekonzerns Monsanto ausgesät, die
Liebenwalder Agrar GmbH baut auf 13 Hektar Genmais an.
Plass verteidigte bei einer Informationsveranstaltung im Preußischen Hof am
Montagabend seinen Einsatz der gentechnisch veränderten Pflanzen. BT-Mais
produziert ein Eiweiß, das die Raupen des Maiszünslers tötet, die sich sonst
durch Stängel, Blätter und Kolben der Maispflanzen fressen. 40 Prozent seiner
Mais-Anbaufläche waren im vergangenen Jahr vom Zünsler befallen, sagte Plass.
"Das ist ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden." Letztendlich bedrohe das
die Konkurrenzfähigkeit und den Profit seines Unternehmens. Plass erklärte,
er fühle sich von der Politik allein gelassen, denn in der Öffentlichkeit
werde eine unsachliche Diskussion geführt, bei der nur die Argumente der
Gentechnik-Gegner zum Zuge kommen würden.
Im Preußischen Hof warben am Montag die Befürworter für die gentechnisch
veränderten Pflanzen. Negative Effekte seines Produkts auf die Umwelt könne
er nicht erkennen, sagte Wolfgang Voegler, der Leiter der Produktentwicklung
bei Monsanto Deutschland. Die von Kritikern befürchtete Auskreuzung von
verändertem Erbmaterial sei unwahrscheinlich, wenn der gesetzlich
vorgeschriebene Abstand von 20 Metern zu konventionellen Anbauflächen
eingehalten würde. Allerdings: "Ganz verhindern lässt sich das nicht." ... »weiter
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