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Die trojanische Kuh (enthält einige Hintergründe zu Aktivitäten von MÄRKA)
Das Märka-Modell (unabhängige Bauernstimme) |
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Hier möchten wir Euch Informationen rund um die MÄRKA - Märkische Kraftfutter GmbH zusammen stellen.
Wir halten die MÄRKA für den wichtigsten Partener von Monsanto und Pioneer, um ihren Gen-Mais und weitere gentechnisch veränderte Produkte in der Landwirtschaft durchzusetzen. Schaut man sich die aktuellen Freisetzungen von Gen-Mais an, wird sehr deutlich, das vor allem im Osten Deutschlands Gen-Mais angebaut wird. Und dies ist auch das Wirkgebiet der MÄRKA (siehe Geschäftsgebiet Märka und Übersicht Genmaisanbau Deutschland 2006).
Die MÄRKA sieht ihren Erfolg "basieren auf den engen und vertrauensvollen Beziehungen zu allen Geschäftspartnern, verbunden mit stabiler, qualitätsgerechter und zuverlässiger Leistung. Der Erfolg der Märka gründet sich maßgeblich auf das vollkommende Angebot im Landhandelssortiment: Bei Getreide und Ölfrüchten im Aufkauf sowie in der Lagerhaltung, in der Saatgutproduktion und dem Handel, im Düngemittel- und Pflanzenschutzmittelhandel, den damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen sowie den engagierten Mitarbeitern, die sich dem Produkt- und Leistungsangebot verpflichtet fühlen" (maerka.de). Und vollkommend schließt für MÄRKA eben auch gentechnisch veränderte Pflanzen mit ein. Trotzdem lehnen viele Bauern, bedingt durch die Haftungsregelungen im Gentechgesetz, den Anbau von GenMais ab. Und hier ist MÄRKA mit einem Angebot auf die Bauern zugegangen. Das Mittlerweile als MÄRKA-Modell bezeichnete Verfahren soll sicher stellen, dass mehr Bauern GenMais anbauen, und die Haftung bei Verunreinigung nicht greift. Entwickelt und beworben wir das Verfahren mit Monsanto und Pioneer. Beide Konzerne feiern das Verfahren als Möglichkeit ihre Pflanzen zu verbreiten (Resseerklärung 2006).
Im Jahr 2005 wurde das Verfahren das erste mal angewendet und wissenschaftlich untersucht. Als Ergebniss kam natürlich raus, das es keine wesentlichen GVO-Verunreinigungen gibt, wenn man die gute fachliche Praxis einhält. Es kommt auf das wesentlich an. Denn die Ergebnisse zeigen, es gibt Verunreinigungen. Zwar liegen die um den ominösen Schwellenwert zur Kennzeichnung von Lebensmitteln (0,9%), aber GVO-frei waren die Ernten der Anreiner nicht.
Warum die MÄRKA sich bei der Verbreitung von GVO so stark engagiert wissen wir nicht. Vielleicht wollen sie der Saatguthändler für GVO-Produkte werden? Vielleicht gehen sie davon aus, das bald nichts mehr übrig ist, von regionalen, kleinen Sattguthändlern und dann wollen sie einen möglichst großes Stück vom Kuchen abbekommen. Oder das Aufkaufen anderer Betriebe, die Expansion, war teuer, so teuer, dass man fremdes Kapital brauchte, und jetzt selbst in einer Abhängigkeit sitzt, aus der man nicht herauskommt.
MÄRKA ist der Faktor in der Landwirtschaft in Brandenburg (und darüber hinaus), der mit bestimmt, was angebaut wird und was nicht. Viele Bauern wollen nicht über die MÄRKA reden, es kann einfach ganz schnell passieren, dass man plötzlich schlechte Preise für seine Produkte bekommt. Es gibt auch diverse sehr hartnäckige Gerüchte, das einzelne Betriebe, die jetzt GenMais anbauen, in finanziellen Schwierigkeiten steckten. MÄRKA soll teilweise die Leitung der Betriebe übernommen haben.
In der Ortszeit (einer regionalen Zeitung für Möglin /Herzhorn/Reichenow und Umgebung) war zu lesen, dass sich MÄRKA über den Umweg von Holdings und Subunternehmen in landwirtschaftliche Betriebe einkauft, die sich überschuldet haben, z.B. weil sie die Kredite ihrer Saatgutlieferanten nicht mehr bedienen können. Z.B. will MÄRKA mit der Firma Odega aus Großneuendorf im Oderbruch offiziell nichts zu tun haben. Allerdings war der inzwischen verstorbene Märka-Eigentümer Schalow bei offiziellen Odega-Firmenanlässen meist zugegen. Und Märka-Mitarbeiter wissen über Subunternehmen von Odega bestens Bescheid. Geschäftsführer bei Odega ist Andreas Brauer. Brauer hat im vergangenen Jahr zusammen mit zwei weiteren Personen die Prötzeler LandwirtschaftsGmbH übernommen - eben jener Betrieb, auf dessen Gelände in den nächsten Monaten unter dem Namen "Biogas Prötzel GmbH" die erste Biogasanlage der Region entstehen soll.
Ob es immer Sinn macht GenMais anzubauen ist aber fraglich. Die Brandenburgische Landesregierung hat im Frühjahr einen Bericht zum GenMaisanbau herausgegeben. Dabei kommt sie zu dem Schluß, das "tiefer Schnitt bei der Ernte, Häckseln der Ernterückstände und tiefes Unterpflügen stellen die effektivsten ackerbaulichen Maßnahmen zur Reduzierung des Befallsdrucks" durch den Maiszünsler ist. Den gerade auf Flächen, die mit "hohe Anbaukonzentration, intensive Maisfruchtfolge, in unmittelbarer Nähe zu großen Milchviehanlagen, z.T. pfluglose Bodenbearbeitung bearbeitet werden, liegt der Maiszünslerbefall hoch. Es gibt mittlerweile auch Bauern, die den Betrieben, die auf Gentechnik setzen, weil sie den Maiszünsler nicht in den Griff bekommen, vorhalten, nicht auf die gute fachliche Praxis zu achten.
Mittlerweile Häufen sich die Stimmen, die die Geschäftspraktiken der Märka kritisieren. So wird bezweifelt, das das MÄRKA-Modell auf Dauer durchzuhalten ist und kritisiert, das sich immer mehr Bauern in Abhängigkeit zur MÄRKA begeben müssen.
MÄRKA gehört jetzt mit zur Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH aus Zörbig . Die Sauter GmbH engagiert sich sehr stark im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe. Hier soll auch der Schwerpunkt der MÄRKA liegen - Einkauf, Lagerung und Transport von Rohstoffen für die Biokraftstoffproduktion. Einige MÄRKA-Werke sind mittlerweile verkauft oder verpachtet worden, alles unter dem Fokus sich mehr auf das neue Kerngeschäft zu konzentrieren. Wir vermuten, dass hier weiter mit Gen-Mais gearbeitet werden soll (auch das Land Brandenburg setzt hier verstärkt auf die Agro-Gentechnik). Die Erfolge in der Lebensmittelproduktion waren eher dürftig, es wird jetzt gehofft, das bei Pflanzen die verheizt werden der Widerstand viel geringer ausfällt. Warum sich bei Biogas so sehr auf Mais konzentriert wird, können wir nicht nachvollziehen. Der Mais hatte dieses Jahr (2006) große Probleme mit der Wasserversorgung. Dies wird sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich so vortsetzen, vielleicht auch verschlimmern. Für die Biogasanlagen ist es gleichzeitig notwendig, viel und beständig Mais zu produzieren, was zu großen Flächen mit immer wiederkehrenden Anbau führt. Gerade diese Anbauwaisen begünstigen den Maiszünsler. Dabei können auch andere Pflanzen benutzt werden. So scheint es sinnvoller zu sein, Luzerne anzubauen, welche wesentlich besser an die Brandenburger Böden angepasst sind.
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