http://www.rbb-online.de/_/brandenburgaktuell/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_mini_2505872.html (nicht mehr erreichbar) Brandenburg aktuell vom 22.04.2005
Erstmals Gen-Mais ausgesäht
Auf 500 Hektar wird in Brandenburg Genmais wachsen. Zum ersten Mal ist in den letzten Tagen gentechnisch manipulierter Mais in Brandenburg ausgesät worden. Er soll gegen bestimmte Fraßschädlinge resistent sein. Ganz erhebliche Bedenken hat der NABU gegen die Aussaat in der Nähe von Strausberg. Dort besuchte Brandenburg aktuell einen Landwirt, der seinen Boden mit Gensaat bestellt.
Ein Acker in der Nähe von Strausberg. Doch aufgrund seiner besonderen Aussaat erhält er besondere Bedeutung. Hier wird BT Mais angebaut, mit dem Bacillus thuringiensis genetisch veränderter Mais. Der Landwirt Jörg Piprek baut ihn zum ersten Mal an. Derzeit schwärmt er noch von den Vorteilen, obschon das Saatgut pro Hektar rund 30 Euro mehr kostet:
Die Larve des Maiszünslers. Sie ist gefürchtet, denn sie zerfrisst die komplette Maispflanze. Ein klarer Vorteil - doch als Nachteil befürchten Kritiker beispielsweise die Vermischung des normalen mit dem gentechnisch veränderten BT Mais. Doch die Vertreiber entwarnen:
Wolfgang Voegler, Monsanto Deutschland
Und deshalb muss zwischen den Mais Äckern auch ein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Das eingepflanzte Bacillus - eigentlich harmlos, erreicht in der Maispflanze eine Intensität, so die Experten, die den Bestand eines Vogelschutzgebietes wie hier in der Märkischen Schweiz - bedrohen könnte:
Steffi Ober, Gentechnik-Expertin NABU
Und das soll umweltschädlich sein. Trotz alledem erhoffen sich die Landwirte vom gentechnisch veränderten Mais neue Marktchancen.
Dietmar Woidke (SPD) Landwirtschaftsminister Brandenburg
Die Aussaat des Genmais wirbelt ordentlich Staub auf. Doch soll keine Gefahr für den Menschen bestehen. Wegen der Bedrohung von Tier und Natur geht die Diskussion jetzt aber erst los.
Beitrag von Ellen Trapp
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