http://www.moz.de/showArticle.php?OPENNAV=lokales&SUBNAV=strausberg&ID=55127 (nicht mehr erreichbar) - 20.04.2005
Für und Wider um Anbau von Gen-Mais
Strausberg (dMOZ) Trotz diverser Proteste wird Jörg Piprek demnächst
Monsanto-Genmais auf ein Feld bei Gladowshöhe einsäen (MOZ berichtete). Was
er auf Veranstaltungen von Gegnern gehört habe, seien gar keine Argumente
gegen den Gen manipulierten Mais gewesen, erklärte der Geschäftsführer der
Landfarm GmbH der MOZ.
Zu den aktivsten Gegnern zählen der Biogärtner Martin Webber (Klosterdorf) und
der Künstler Christoph Dünbier (Hohenstein), die mit rund 130 Unterzeichnern
Piprek eindringlich zur Abkehr mahnten. In ihrem Schreiben sprachen sie unter
Hinweis auf jüngste wissenschaftliche Publikationen von einem "alarmierenden
Spektrum möglicher negativer Auswirkungen dieser Gen-Pflanzen". So könne sich
das Gift im Boden anreichern und geschützte Insekten gefährden. Zudem
benötige dieser Mais "neben umfangreicher Düngung zusätzliche Herbizide",
kritisierten sie. Und wenn der Genmais einmal angebaut worden sei, "braucht
das Land fünf Jahre, bis etwas anderes darauf angebaut werden darf".
Wie die Unterzeichner des Briefes weiter kritisieren, lande der Genmais unter
anderem als Tierfutter "erst in den Tieren und letztendlich auf unseren
Tellern".
Jörg Piprek weist wichtige Kritikpunkte zurück. Seine Entscheidung für den
Genmais habe er auch deshalb getroffen, weil eben "keinerlei Insektizide" und
"keine zusätzlichen Herbizide" eingesetzt würden. Ebenso falsch sei der
Hinweis auf die Fünf-Jahres-Frist. Piprek: "Es kann noch im gleichen Jahr
bestellt werden, kein Landwirt wartet doch fünf Jahre ab." Energisch weist
der Landwirt auch Berichte zurück, Genmais würde als Superunkraut alles
andere verdrängen: "In freier Wildbahn könnte Genmanipulierter Mais gar nicht
überleben."
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