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PRESSEMITTEILUNG - 01.02.2006 - Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg - ca. 341 Wörter. logo

Pressemitteilung

Brandenburg: Aktionen gegen Genmaisanbau haben begonnen

Riesenmaiskolben auf Strausberger Genmaisfeld

(Berlin und Potsdam, 01. Februar 2006) GentechnikgegnerInnen aus Berlin und Brandenburg demonstrierten am Dienstag den 31. Januar auf einem Feld bei Strausberg gegen den Anbau von Genmais in Brandenburg. Ein riesiger Maiskolben sorgte dafür, dass die Aktion nicht zu übersehen war. Auf dem Feld beim Strausberger Ortsteil Ruhlsdorf plant der Geschäftsführer der "Hohensteiner Landfarm" Jörg Piprek den Anbau von Genmais. Insgesamt 4 Felder mit insgesamt 20 Hektar Fläche hat Piprek ins Standortregister eintragen lassen. Die Felder liegen im Naturpark "Märkische Schweiz", in einem europäischen Vogelschutzgebiet und in unmittelbarer Nähe zu einem Naturschutzgebiet und den Feldern eines Ökobauern.

"Mit dieser Aktion haben wir die Menschen der Umgebung auf den geplanten Anbau von Genmais hingewiesen" sagt Thomas Janoschka, Sprecher des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg, "die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wo der Genmais wachsen soll." Detailgenaue Karten werden in der nächsten Woche auf der Internetseite des "Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik" veröffentlicht (www.dosto.de/gengruppe/region/).

Begleitet wurde die Aktion von einem Fernsehteam der ARD. Von besonderem Interesse war hierbei die "Bantam"-Mais-Kampagne. Bundesweit soll in diesem Frühjahr an 100.000 Orten gentechnikfreier Süßmais der Sorte "Golden Bantam" gesät werden - für gentechnikfreie Landwirtschaft, Saatguterzeugung und Kulturpflanzenvielfalt. Auch in unmittelbarer Nähe zu geplanten Genmaisfeldern wird "Golden Bantam" angepflanzt werden. Sollte es hierbei zu Auskreuzungen des Genmaises kommen, sind die Genmaisanbauer zu Schadenersatzzahlungen verpflichtet.

Im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) waren bis zum 31. Januar etwa 860 Hektar an 39 verschiedenen Brandenburger Standorten angemeldet. Brandenburg nähme somit wie im vergangenen Jahr die traurige Spitzenreiterrolle im bundesweiten Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ein.

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg (aglbb) setzt sich für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft ein. Im Aktionsbündnis haben sich über 40 Organisationen und Unternehmen zusammengeschlossen. Es unterstützt Bäuerinnen und Bauern bei der Gründung gentechnikfreier Regionen.


! Fotos stehen ihnen kostenlos zur Verfügung:
http://www.gentechnikfreies-brandenburg.de/ruhlsdorf/

Kontakt:
Thomas Janoschka, kontakt@gentechnikfreies-brandenburg.de, Tel.:0162/3987982
Christof Potthof, Gen-ethisches Netzwerk e.V., Brunnenstrasse 4, 10119 Berlin, christof.potthof@gen-ethisches-netzwerk.de, Tel.: 030-68 58 030
www.gentechnikfreies-brandenburg.de