Nicht auf den Tisch
In der Schulküche gibt es keine gentechnisch veränderten Lebensmittel
KREMMEN Gentechnisch veränderte Lebensmittel? Die kommen in der Kremmener
Schulküche nicht auf den Tisch. Das haben die Schüler einem Antrag der
Fraktion Bündnis 90/Grüne-PDS in der Stadtverordnetenversammlung zu
verdanken. Die Fraktionsmitglieder hatten darauf aufmerksam gemacht, dass die
Menschen in Deutschland trotz breiter Ablehnung aufgrund von
EU-Gesetzgebungen mit Lebensmitteln konfrontiert werden, die Bestandteile
gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten. Es könne aber dafür gesorgt
werden, dass dem Verbraucher durch größtmögliche Transparenz die Freiheit der
Wahl bliebe. Zu viele Risiken fürchten die Abgeordneten und raten zu
maximaler Vorsicht. Viele Verbraucher hätten auch Bedenken, dass ihnen
gentechnisch manipulierte Lebensmittel einfach untergejubelt werden. Gerade
Kinder und Jugendliche sollten sich gesund und ohne Risiken ernähren. In
Schulen und Kindertagesstätten müsse gewährleistet werden, dass nur Produkte
ohne Gentechnik angeboten werden. Und ist dies nicht zu garantieren, sollen
die Eltern darüber informiert werden.
Bei Gerda Kilian, Chefin der Schulküche, kommen nur unveränderte Zutaten in
den Topf. Und das ließ sie sich sogar von allen Zulieferern schriftlich
geben. Zwölfmal hat es Gerda Kilian schwarz auf weiß, dass ihre Lieferanten
keine Produkte mit gentechnisch veränderten Bestandteilen nach Kremmen
schicken.
Nach dem Willen aller Stadtverordneten soll die Verwaltung nun sicherstellen,
dass in städtischen Schulen, Kindertagesstätten und in der Schulküche keine
Zutaten mit gentechnisch veränderten Bestandteilen verwendet werden. Sollte
dies nicht zugesichert werden können, müssen die Nutzer der Einrichtung oder
die Eltern der Kinder darüber informiert werden. ak
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