maz.de - 28.09.2006

Nicht auf den Tisch

In der Schulküche gibt es keine gentechnisch veränderten Lebensmittel

KREMMEN Gentechnisch veränderte Lebensmittel? Die kommen in der Kremmener Schulküche nicht auf den Tisch. Das haben die Schüler einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne-PDS in der Stadtverordnetenversammlung zu verdanken. Die Fraktionsmitglieder hatten darauf aufmerksam gemacht, dass die Menschen in Deutschland trotz breiter Ablehnung aufgrund von EU-Gesetzgebungen mit Lebensmitteln konfrontiert werden, die Bestandteile gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten. Es könne aber dafür gesorgt werden, dass dem Verbraucher durch größtmögliche Transparenz die Freiheit der Wahl bliebe. Zu viele Risiken fürchten die Abgeordneten und raten zu maximaler Vorsicht. Viele Verbraucher hätten auch Bedenken, dass ihnen gentechnisch manipulierte Lebensmittel einfach untergejubelt werden. Gerade Kinder und Jugendliche sollten sich gesund und ohne Risiken ernähren. In Schulen und Kindertagesstätten müsse gewährleistet werden, dass nur Produkte ohne Gentechnik angeboten werden. Und ist dies nicht zu garantieren, sollen die Eltern darüber informiert werden.

Bei Gerda Kilian, Chefin der Schulküche, kommen nur unveränderte Zutaten in den Topf. Und das ließ sie sich sogar von allen Zulieferern schriftlich geben. Zwölfmal hat es Gerda Kilian schwarz auf weiß, dass ihre Lieferanten keine Produkte mit gentechnisch veränderten Bestandteilen nach Kremmen schicken.

Nach dem Willen aller Stadtverordneten soll die Verwaltung nun sicherstellen, dass in städtischen Schulen, Kindertagesstätten und in der Schulküche keine Zutaten mit gentechnisch veränderten Bestandteilen verwendet werden. Sollte dies nicht zugesichert werden können, müssen die Nutzer der Einrichtung oder die Eltern der Kinder darüber informiert werden. ak