Genmais in der Mark weiter auf Vormarsch
575 Hektar an 20 Standorten beantragt
Brandenburg soll auch in diesem Jahr bundesweiter Schwerpunkt beim Anbau von
gentechnisch verändertem Mais werden. Im Standortregister des Bundesamtes für
Verbraucherschutz seien bislang rund 575 Hektar Anbaufläche an mehr als 20
Standorten angemeldet, sagte gestern Birgit Weber vom Bund für Umwelt und
Naturschutz (BUND). Bundesweit sei bislang auf rund 964 Hektar der Anbau von
Genmais vorgesehen. Weitere Anbauflächen können nach Angaben des Bundesamtes
noch bis in den Februar hinein angemeldet werden.
Weitere Schwerpunktländer beim Anbau von Genmais seien in diesem Jahr Sachsen
mit bislang rund 213 Hektar und Sachsen-Anhalt mit rund 121 Hektar gemeldeter
Flächen, sagte Weber. Der Großteil der brandenburgischen Flächen liegt lait
Standortregister in Märkisch-Oderland. Die Versuche, die überwiegend mit der
Sorte MON-00810-6 des US-Unternehmens Monsanto geplant werden, seien ein
großes Problem für den Biolandbau, sagte Axel Kruschat vom BUND Brandenburg.
Die Landesregierung müsse deshalb "intensiver in den Ring steigen", um die
Bauern zu überzeugen, "dass wir Genmais nicht brauchen". 2005 sei laut
BUND-Angaben in der Mark Genmais auf rund 123 Hektar angebaut worden,
bundesweit waren es rund 370 Hektar.
25 Genmais-Felder in Brandenburg geplant
Brandenburg damit auch 2006 Spitzenreiter
Potsdam - An 25 Standorten wollen Bauern in Brandenburg 2006 gentechnisch
veränderten Mais anpflanzen. Dies sei im Standortregister des Bundesamtes für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingetragen worden, teilte
das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg heute
mit. Die Pflanzen sollen auf einer Fläche von 560 Hektar wachsen.
Die bisher angemeldeten Felder liegen vor allem im Landkreis Märkisch-Oderland
in den Orten Strausberg, Prötzel, Wölsickendorf, Neutrebbin, Neureetz, Gusow,
Seelow und Lebus. Hinzu kommen Felder in Liebenwalde, Herzberg und Dahnsdorf.
Damit nehme Brandenburg wie schon 2005 bundesweit die Spitzenreiterrolle beim
Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ein, so das Aktionsbündnis. dpa/red
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