moz.de - 24.01.2006

Genmais in der Mark weiter auf Vormarsch

575 Hektar an 20 Standorten beantragt

Brandenburg soll auch in diesem Jahr bundesweiter Schwerpunkt beim Anbau von gentechnisch verändertem Mais werden. Im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz seien bislang rund 575 Hektar Anbaufläche an mehr als 20 Standorten angemeldet, sagte gestern Birgit Weber vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Bundesweit sei bislang auf rund 964 Hektar der Anbau von Genmais vorgesehen. Weitere Anbauflächen können nach Angaben des Bundesamtes noch bis in den Februar hinein angemeldet werden.
Weitere Schwerpunktländer beim Anbau von Genmais seien in diesem Jahr Sachsen mit bislang rund 213 Hektar und Sachsen-Anhalt mit rund 121 Hektar gemeldeter Flächen, sagte Weber. Der Großteil der brandenburgischen Flächen liegt lait Standortregister in Märkisch-Oderland. Die Versuche, die überwiegend mit der Sorte MON-00810-6 des US-Unternehmens Monsanto geplant werden, seien ein großes Problem für den Biolandbau, sagte Axel Kruschat vom BUND Brandenburg. Die Landesregierung müsse deshalb "intensiver in den Ring steigen", um die Bauern zu überzeugen, "dass wir Genmais nicht brauchen". 2005 sei laut BUND-Angaben in der Mark Genmais auf rund 123 Hektar angebaut worden, bundesweit waren es rund 370 Hektar.


maz.de - 25.01.2006

25 Genmais-Felder in Brandenburg geplant

Brandenburg damit auch 2006 Spitzenreiter


Potsdam - An 25 Standorten wollen Bauern in Brandenburg 2006 gentechnisch veränderten Mais anpflanzen. Dies sei im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingetragen worden, teilte das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg heute mit. Die Pflanzen sollen auf einer Fläche von 560 Hektar wachsen.

Die bisher angemeldeten Felder liegen vor allem im Landkreis Märkisch-Oderland in den Orten Strausberg, Prötzel, Wölsickendorf, Neutrebbin, Neureetz, Gusow, Seelow und Lebus. Hinzu kommen Felder in Liebenwalde, Herzberg und Dahnsdorf.

Damit nehme Brandenburg wie schon 2005 bundesweit die Spitzenreiterrolle beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ein, so das Aktionsbündnis. dpa/red