Spannungsfeld beackert
Biogas-Anlagen bergen mehr Chancen als Risiken für Fläming-Landschaft
KERSTIN HENSEKE
WIESENBURG Das Szenario vom Fläming als einer riesigen, genmanipulierten
Maisplantage dürfte sich nach der Informationsveranstaltung der Lokalen
Arbeitsgruppe Fläming-Havel (LAG) am vergangenen Freitag in Wiesenburg stark
differenziert haben. Auch wenn die Landgut GmbH Reppinichen ihre geplanten
sieben dezentralen Biogasanlagen um Wiesenburg errichtet, erzwinge deren
Beschickungsbedarf keinen monokulturellen Energiepflanzenanbau. Sie berge
vielmehr im Gegenteil die Chance einer bewussten Landschaftserhaltung und
-gestaltung, klärte Referent Matthias Plöchl, Geschäftsführer der Bioenergie
Beratung Bornim GmbH den etwa 50 Zuhörern, darunter konventionelle wie
Biolandwirte, Naturparkmitarbeiter und Naturschützer.
Gerste, Roggen und vor allem die Leguminose Luzerne, eine bodenverbessernde,
weil stickstoffbildende Pflanze, so Plöchl, seien hinsichtlich des kargen
Flämingbodens wesentlich effizientere Energiekulturen als der
nährstoffbedürftige Mais, nahm auch Bernhard Queling vom Landgut Reppinichen
interessiert zur Kenntnis, der kurz zuvor noch geäußert hatte, er "werde den
Teufel tun, hier zu versprechen, dass wir nie Gen-Mais einsetzen werden."
Dass auch die märkischen Landwirte so sehr auf das ungünstige Substrat Mais
setzen, so wurde in einem kurzen Dialog zwischen Queling und Plöchl klar,
liegt simpel daran, dass dieses von den Biogasanlagenherstellern empfohlen
wird. Die ... »weiter
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