maz.de - 06.06.2006

Spannungsfeld beackert

Biogas-Anlagen bergen mehr Chancen als Risiken für Fläming-Landschaft

KERSTIN HENSEKE
WIESENBURG Das Szenario vom Fläming als einer riesigen, genmanipulierten Maisplantage dürfte sich nach der Informationsveranstaltung der Lokalen Arbeitsgruppe Fläming-Havel (LAG) am vergangenen Freitag in Wiesenburg stark differenziert haben. Auch wenn die Landgut GmbH Reppinichen ihre geplanten sieben dezentralen Biogasanlagen um Wiesenburg errichtet, erzwinge deren Beschickungsbedarf keinen monokulturellen Energiepflanzenanbau. Sie berge vielmehr im Gegenteil die Chance einer bewussten Landschaftserhaltung und -gestaltung, klärte Referent Matthias Plöchl, Geschäftsführer der Bioenergie Beratung Bornim GmbH den etwa 50 Zuhörern, darunter konventionelle wie Biolandwirte, Naturparkmitarbeiter und Naturschützer.

Gerste, Roggen und vor allem die Leguminose Luzerne, eine bodenverbessernde, weil stickstoffbildende Pflanze, so Plöchl, seien hinsichtlich des kargen Flämingbodens wesentlich effizientere Energiekulturen als der nährstoffbedürftige Mais, nahm auch Bernhard Queling vom Landgut Reppinichen interessiert zur Kenntnis, der kurz zuvor noch geäußert hatte, er "werde den Teufel tun, hier zu versprechen, dass wir nie Gen-Mais einsetzen werden." Dass auch die märkischen Landwirte so sehr auf das ungünstige Substrat Mais setzen, so wurde in einem kurzen Dialog zwischen Queling und Plöchl klar, liegt simpel daran, dass dieses von den Biogasanlagenherstellern empfohlen wird. Die ... »weiter