rbb-online.de - 14.01.2006

Gentechnische Produkte in Nahrungskette

Gentechnisch veränderter Mais aus Brandenburg gelangt in die Nahrungskette. Ein Teil der Ernte werde von den Landwirten selbst als Silo- oder Körnermais in der Verfütterung genutzt, sagte Agrarminister Dietmar Woidke (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage.

Zudem sollen etwa 1000 Tonnen Gen-Mais mit einer entsprechenden Kennzeichnung versehen von der Märkischen Kraftfutter GmbH zur Verwertung als Futtermittel angeboten werden. Im vergangenen Jahr wurde der umstrittene Gen-Mais laut Woidke in sieben Betrieben auf insgesamt 120 Hektar angebaut.

Die Landesregierung gehe davon aus, dass der Anbau gentechnisch veränderter Maissorten zu keiner Beeinträchtigung herkömmlicher Maiskulturen geführt habe. Abschließende Erkenntnisse stünden aber noch aus.


Berliner Morgenpost - 15.01.2006

Gen-Mais in sieben Brandenburger Agrarbetrieben angebaut

Potsdam - Sieben landwirtschaftliche Betriebe in Brandenburg haben im vergangenen Jahr gentechnisch veränderten Mais auf ihren Feldern angebaut. Insgesamt hätten die Unternehmen 120 Hektar mit den Pflanzen bestellt, antwortete Agrarminister Dietmar Woidke (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage. Ein Teil der Ernte werde von den Landwirten selbst als Silo- oder Körnermais für die Verfütterung genutzt. Zudem habe die Märkische Kraftfutter GmbH rund 1000 Tonnen aufgekauft und werde diese entsprechend gekennzeichnet als Futtermittel anbieten, sagte Woidke.

Drei Betriebe hätten 2005 auf ihren Maisfeldern durch Aktionen von Gen-Mais-Gegnern erhebliche Verluste hinnehmen müssen. dpa


dradio.de - 14.01.2006

Brandenburger Gen-Mais wird von Landwirten verfüttert

Gentechnisch veränderter Mais aus Brandenburg gelangt in die Nahrungskette. Landwirtschaftsminister Woidke erklärte auf eine parlamentarische Anfrage in Potsdam, ein Teil der Ernte werde verfüttert. Die Landesregierung gehe davon aus, dass der Anbau gentechnisch veränderter Maissorten zu keiner Beeinträchtigung herkömmlicher Kulturen geführt habe. Zwar lägen darüber noch keine abschließenden Erkenntnisse vor, doch würden Maispollen keine großen Distanzen überwinden und außerdem kaum den Winter überstehen, betonte der SPD-Politiker.

Der Babynahrungshersteller Hipp erwägt wegen des zunehmenden Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen hierzulande, seine Rohstoffe künftig nur noch aus dem Ausland zu beziehen. Firmenchef Hipp sagte der «Berliner Zeitung», den Kunden werde garantiert, dass sie nur gentechnikfreie Produkte bekämen. Wenn die entsprechenden Rohstoffe in Deutschland nicht mehr erhältlich seien, müssten diese woanders besorgt werden.