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Probleme mit Gentech-Kartoffeln
Der Chemiekonzern BASF darf seine gentechnisch veränderten Stärkekartoffeln
vorerst nicht wie geplant in Deutschland anbauen
Wolfgang Löhr Mit seinen Gentechkartoffeln hat der Chemiekonzern BASF dieses Jahr kein
Glück. Noch Anfang des Jahres ging der Konzern davon aus, in diesem Frühjahr
erstmals seine Stärkekartoffel Amflora großflächig in Brandenburg und
Mecklenburg-Vorpommern anbauen zu dürfen. Daraus wird jetzt nichts. Die
EU-Kommission hat plötzlich Bedenken bekommen und will erst noch ein
Gutachten einholen.
Die zur Gewinnung von Industriestärke konstruierten Amflora-Knollen haben
nicht nur eine veränderte Stärkezusammensetzung, sie enthalten als Marker
auch ein Resistenzgen gegen das in der Medizin eingesetzte Antibiotikum
Kanamycin. Nach der EU-Freisetzungsrichtlinie dürfen kommerziell genutzte
Gentechpflanzen jedoch keine medizinisch relevanten Resistenzgene gegen
Antibiotika enthalten. Eigentlich war die EU-Zulassung für den kommerziellen
Anbau der Amflora-Knollen nur noch eine Formsache. Doch nun hat die
Kommission entschieden, erst noch eine Stellungnahme über die Risiken der
Kanamycin-Resistenz bei der Europäischen Arzneimittelbehörde Emea einzuholen.
Auch in Irland und den Niederlanden hat die Plant-Science-Abteilung von BASF
jetzt Rückschläge wegzustecken. In Irland geht es um pilzresistente
Gentechkartoffeln, die besonders widerstandsfähig gegen den Erreger der
Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) sein sollen. Schon im
vergangenen Jahr wollten der Konzern ... »weiter
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