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Neue Versuche zu Genmais avisiert
Neutrebbin (ir/MOZ) Eine großformatige Anzeige des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in der Märkischen Oderzeitung hat einige Neutrebbiner verunsichert: "Warum werden in der Anzeige Feldversuche mit gentechnisch verändertem Mais für Neutrebbin angekündigt, wo doch hier bereits seit Jahren solcher Genmais angebaut wird?", fragen sie sich.
MOZ ging der Sache nach. Fakt ist zunächst: Antragsteller für die Durchführung der Versuche ist eine europäische Tochter des amerikanischen Pio- neer-Konzerns. Diese plant drei Versuchsreihen an sechs Standorten in Sachsen und Brandenburg, darunter in Neutrebbin.
In den Versuchen soll je eine Maishybride freigesetzt werden. Die gentechnischen Veränderungen der Pflanzen zielen laut Beschreibung des Bundesamtes auf eine Resistenz bzw. Toleranz gegenüber herbiziden, also Unkraut bekämpfenden Wirkstoffen bzw. gegen bestimmte Schmetterlings- oder Käferarten.
"Es handelt sich dabei um Anbauversuche mit neuen, noch nicht freigegebenen Maissorten, die in der Erprobung sind", erklärte Siegfried Manthey, Geschäftsführer der TIBO Landwirtschaftsgesellschaft in Neutrebbin auf Nachfrage. Das Unternehmen baut seit 1998 gentechnisch veränderten Mais an, auf etwa 40 bis 50 Hektar. Es ist ein Partner der Firma Pioneer.
"Wir sichern als Anbaupartner, dass die geforderten Mindestabstände von 500 Metern, in denen kein anderer Mais angebaut wird, eingehalten werden. Und vor allem haben wir eine Fläche für den Versuch ausgewählt, die gewährleistet, dass kein anderer landwirtschaftlicher Betrieb berührt werden kann", betont Manthey.
In der TIBO überlegt man angesichts immer wiederkehrender Akte der Zerstörung von Genmaisflächen, das Versuchsfeld einzugrenzen. Denn die Versuchsflächen sind in einem bundesweiten Standortregister erfasst. Die neue Mais-Versuchsfläche ist in diesem Jahr nur 350 Quadratmeter groß. Von 2008 bis 2010 kann die Fläche auf bis zu 5000 Quadratmeter erweitert werden.
Die Antragsunterlagen zum Genmais-Versuch liegen bis zum 26. Januar im Ordnungsamt der Amtsverwaltung Barnim-Oderbruch aus.
Amt Barnim-Oderbruch, Wriezen, Freienwalder Straße 48, Zi. 117, Die. bis Fr. 8 bis 12 Uhr, und Die. 14 bis 18 Uhr, Mi. 14 bis 15.30 Uhr, Do. 14 bis 16 Uhr.
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