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METRO
Geschichte
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Metro ist ein sehr junger deutscher Konzern.

Frühgeschichte:
Otto Beisheim kopiert 1964 eine US-amerikanische Vertriebsidee: Selbstbedienungsladen für kleine Wiederverkäufer (Einzelhändler,Freiberufler,Kneipiers..), die sofort bezahlen - dadurch deutlich niedrigere Preise als bei Anlieferung auf Bestellung und Rechnung. Erster Cash und Carry- Markt in Mülheim/Ruhr 1964, mit 14 00 qm für damalige Zeit riesig.
Schnelle Ausbreitung in Deutschland, ab 1968 in die Niederlanden ("Makro"), ab 1971 nach Frankreich und Österreich, später Italien und Dänemark.
Ab 1977 auch Einstieg in das Einzelhandels-Geschäft durch Übernahme zweier bayerischer Gruppen.
Anfang der 80er Jahre Kontrolle über den Kaufhof-Konzern, der 1994 Horten aufkauft.
1990 Einstieg im, 1992 Übernahme des Asko-Konzerns (Massa,Primus,Meister).

Aktuell:
Das undurchsichtige Konglomerat erhält 1996 eine straffere Stuktur:
Die MetroAG Köln kauft Kaufhof und Asko und geht an die Börse.
1998 wird die holländische Makro/Utrecht mit 86 C&C-Märkten in ganz Europa übernommen und das große deutsche allkauf-SB-Warenhaus eingegliedert.
Die Neuorganisation erfolgt entsprechend den jetzigen sechs Vertriebslinien (sInfo1), alle anderen Beteiligungen werden in der Extra-Gesellschaft Divaco (Metro 49%, 51% bei einer Finanzgruppe unter Führung der Deutschen Bank) gebündelt und zum Kauf angeboten oder dichtgemacht (zB Vobis Computer, Maxdata, Adler-Modemärkte, Reno Schuhmärkte, 143 Kaufhalle-Filialen, tip-Lebensmittel-Discounter.)
Anfang 2000 verhandelt der Abgesandte der Haniel-Familie, Jan van Haeften, mit dem weltgrößten Konzern, WalMart, über eine Übernahme von Anteilen. Die Verhandlungen scheitern, da die drei Familien bis Ende 2001 gemeinsam handeln müssen.

Die Metro AG erwirtschaftet mittlerweile 47 % des Umsatzes im Ausland, das soll weiter gesteigert werden, Vorgaben sind Marktführerschaft oder unter die ersten 3 zu kommen, 15 % Eigenkapitalrendite und 3 % Nettoumsatzrendite, wer die nicht erreicht wird verkauft oder dichtgemacht. Durch die Konzernstruktur mit den Einzellinien gibt es keinen Gesamtbetriebsrat, was den gewerkschaftlichen Widerstand ziemlich schwächt.

Aus der Frühzeit stammt die Besitzerstruktur.
Otto Beisheim und Familie stellen das Startkapital und die Geschäftsidee zur Verfügung und verfügen über den stärksten Kapital-Stimm-Anteil, die Duisburger Familie Haniel und die Mülheimer Familie Schmidt-Ruthenbeck stellen das Kapital zur Expansion zur Verfügung .
Aus Steuer-Gründen wird eine Metro-Holding in Baar/Schweiz als Großaktionärin gegründet, wegen zu großer Unübersichtlichkeit aus der Sicht der freien Aktionäre aber 2001 wieder aufgelöst. Und ersetzt durch die Metro Vermögensverwaltungs Gmbh & Co.KG(jeweils ein Drittel für jede Familie), die zuletzt 57 % an der Metro AG hält, den Rest teilen sich seit dem Börsengang freie Aktionäre, denen beim Börsengang Kaufhof- und Asko-Aktien gehört hatten.
"Faktischer Herrscher" über dier Metro jahrelang Erwin Conradi als Aufsichtsratsvorsitzender. Er wird 2000 wegen Differenzen mit den Eigner-Familien über Renditen und Verkauf gefeuert, neuer "starker Herrscher" jetzt Hans-Joachim Körber, Vorstands-Vorsitzender.

Beisheim ist sehr aktiv im der IT-Branche, erst zusammen mit der beiden anderen Metroeignern in einer gemeinsamen Holding, dann ab 2001 übernimmt er sowohl die Internetaktivitäten der Metro AG als auch die Anteile des Haniel-Clans und von Schmidt-Ruthenbeck. Circa 100 Firmen umfasst die Holding, Hauptfirmen Primus-Online und die Scout24 Gruppe.

Über weitere wirtschaftliche Aktivitäten der Familie Schmidt-Ruthenbeck ist nichts weiter bekannt.
Der Wert ihres Anteils an der Metro AG wird mit circa 4,6 Milliarden euro; taxiert.

Die Haniel-Familie umfasst 930 Personen und kontolliert die Holding Fritz Haniel & Cie Gmbh.
Franz Markus Haniel(47) ist Aufsichtsratvorsitzender, normalerweise ist dieser auch Aufsichtvorsitzender bei der Metro AG.
Haniel ohne die Metro Beteiligung Umsatz 22 Milliarden , 54.000 Mitarbeiter.
6 Hauptzweige:
Belfor, Brand,-Wasser und Sturmschädensanierung
Celesio(vormals Gehe), Pharmagroß,- und Einzelhandels(1800 Apotheken)
Elg-Haniel, Edelstahlreclcling
Baustoffe,unter anderen Silka, Ytong,Hebel,Fermacell,Fels,Halfen
Haniel-Textile Service international, Vermietung und Verkauf von Berufsbekleidung
Takkt AG, Versand B2B für Büro,Betriebs und Lagereinrichtungen
Dann gibts noch ne Stiftung, die im Uni-Bereich Stipendien vergibt.

Auch Beisheim hat eine Stiftung im Universitären Bereich die Förderpreise vergibt. Dann gibt's eine Otto Beisheim Privatunui in der Nähe von Koblenz, die nimmt pro Semester 85 Studierende auf, Aufnahmeprüfung und Studiengebühren sind obligatorisch. Er soll 1996 25,6 Millionen DM an diese Uni gegeben haben. Diplomstudiengang Wirtschaftswissenschaft.
Er ist Witwer und Kinderlos, nach seinem Tod soll eine weitere Stiftung seine Geschäfte fortführen.
2000 kauft Otto Beisheim, einer der reichsten Menschen der BRD, von der Hertie-Stiftung das Lenne-Dreieck am Potsdamer Platz. Beisheim lebt in Florida,und in Zug in der Schweiz. Der "Beisheim-Turm" in Berlin soll 2004 fertig gebaut sein, eventuell im Januar, zum Geburtstag von Beisheim (!!!)

 

 

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