Pressemitteilung, 02.04.2008

Genkartoffelversuch bei Falkenberg (Elster) genehmigt

Protestaktion am 13. April

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am Montag trotz zahlreicher Einwendungen einen Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln in Falkenberg (Elster) genehmigt. Auf einem Feld im Ortsteil Grassau darf der Chemiekonzern BASF nun 538 gentechnisch veränderte Kartoffellinien anbauen. Die Kartoffeln sind gentechnisch verändert, so dass sie entweder Resistenzen gegen Pilzerkrankungen (Phytophtora) bilden oder eine andere Stärkezusammensetzung für den Einsatz als Industriekartoffel aufweisen.

"Ob die Kartoffeln wirklich angepflanzt werden, hängt vor allem vom Widerstand vor Ort ab", sagt Thomas Janoschka vom Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik. Der selbe Versuch sollte eigentlich auch in Müncheberg (Landkreis Märkisch-Oderland) stattfinden. Dort protestierten vor allem die benachbarten Landwirtschaftsunternehmen und die Stadtverordnetenversammlung sprach sich gegen die Experimente aus. Daraufhin zogen die BASF und der Landwirt, der die Fläche zur Verfügung stellen wollte, ihren Antrag auf Freisetzung wieder zurück.

"Wir wollen den Gentechnikkonzernen wie der BASF nicht die Entscheidung darüber überlassen, was auf unseren Feldern angebaut wird. Die deutliche Mehrheit der Menschen lehnt den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ab", so Janoschka. Das "Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik" ruft deswegen am Sonntag den 13.4. zu einer Fahrraddemonstration zum Versuchsfeld in Grassau auf. Dort sollen dann gentechnikfreie Kartoffeln verbuddelt werden, um eine sinnvolle Auswertung der Versuche unmöglich zu machen und so eine Aussaat der Genkartoffeln zu verhindern. Startpunkt der Demonstration ist um 14 Uhr der Bahnhof Falkenberg. Alle sind aufgerufen gentechnikfreie Kartoffeln mitzubringen.

Für Nachfragen: 0162/3987982

Flyer der Aktion zum runterladen und verteilen