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Artikel aus der MOZ (26.07.2005)

Programm

Flyer (pdf)

Presse 12.07.2005

 

 

Fotos im Text

Dienstag 26.07.2005

Heute ging es von Letschin, wo wir die letzen zwei Nächte verbracht hatten, zu dem Feld in Neureetz. Insgesamt werden hier 10 ha gentechnisch veränderter Mais angebaut. Doch bevor wir uns wiederum dem Gen-Mais stellten, besuchten wir noch den Geschäftsführer von der Agrargenossenschaft Altreetz e.G., die ihn anbaut. Der gab sich gelassen und meinte, dass, solange die Gesetzeslage den Anbau zuließe, es vollkommen in Ordnung sei, ihn auch anzubauen. Die Politiker sollten sich des Problemes annehmen und er wolle keinen Stellvertreterkrieg führen. Ausserdem hätte er Probleme mit dem Maiszünsler.
Am Feld war diesmal viel mehr Polizei als sonst: insgesamt fünf Wagen. Diese wollte wieder zuvor den Besitzer kontaktieren, damit wir einige Blätter abreißen durften, um den Test auf Genveränderung durchzuführen. Nachdem der sein OK gegeben und wir einige Blätter eingesammelt hatten, wurde der Test durchgeführt. Er war aber negativ, was nicht sehr verwunderlich war, da wir nur fünf Meter in das Feld herein durfte, es aber wahrscheinlicher ist, dass er eher in der Mitte des Feldes wächst und von einem breiten Streifen konventionellen Maises umgeben ist. Auf dem Weg über die Dörfer haben wir unser restliches Informationsmaterial verteilt. Es war ein weiter Weg gewesen und in Bad Freienwalde stiegen wir alle erschöpft in den Zug, der uns wieder nach Hause brachte. Letztendlich haben wir auf unserer Tour alle kommerziellen Genfelder in Brandenburg besucht und, soweit es uns möglich war, mit den Anbauern gesprochen. Wir haben viele interessante Menschen getroffen und haben einen Eindruck bekommen von dem Teil Brandeburgs "in dem der Gen-Mais" wächst.

unsere tollen gelben Luftballons, wo ist den hier der Weg, auf Wiedersehen


Montag, 25.07.2005

Sonne! Frühstück bei frischen Brötchen. Auch an diesem Morgen begrüßte uns gleich an der Torausfahrt unser grauer bzw. grüner Schatten, als wir uns auf den Weg nach Neutrebbin machten. Dort ist das größte Feld (36ha) mit gentechnisch veränderten Mais in Brandenburg. Dieser wird von der TIBO Landwirtschafts GmbH Neutrebbin angebaut. Der Gentechnikbauer hatte das Feld extra für uns abgesperrt und ein Schild aufgestellt: "Privatgelände - Betreten verboten". Vor dem Absperrband erklärten wir den Polizisten, die nur den Standpunkt des Bauern kannten, unsere Position. Einige Polizisten sahen finster aus. Aber sie wirkten, als wäre es ihnen auch egal, für wen und warum sie dieses Feld vor uns beschützen müssen. Den Chef der TIBO-AG, Siegfried Manthey, trafen wir leider nicht an, aber wir haben bei ihm und in den umliegenden Dörfer, an Passanten und in Geschäften reichlich Informationsmaterial hinterlegt. Den Rest des Tages nutzten wir, um das Oderbruch zu erkunden, währendessen zwei unerwünschte Hausbesuche von der Staatsgewalt abzuwehren waren. Jetzt eben ist ein schweres Gewitter vorübergezogen, aber die Sachen in unseren Zelten sind trocken geblieben.

am Feld in Neutrebbin, vor der TIBO, im Oderbruch


Sonntag 24.07.2005

Nachtrag vom Abend

Winke, winke, machts gut. Wir werden euch vermissen. Nachdem die einen gekommen und die anderen gegangen sind, haben wir noch gemütlich zwischen Genmais und Bienen einen Snack zu uns genommen. Was für die Polizei wieder bedeutete stundenlang zu warten. Auch die Reporterin hatte noch einige Fragen an uns, die wir ihr ausführlich beantworteten. Über eine nicht-endend (-endendendendede...)-wollende Pflasterstrecke ging es nach Gusow. Ein Künstler gab uns Wasser und zeigte uns ein gentechnik-kritisches Kunstwerk. Nach vergeblichen Versuchen doch noch herauszukriegen wer den genmanipulierten Mais anbaut, machten wir uns auf den Weg nach Letschin. Hier wurden wir freundlich aufgenommen vom Böhme-Hof. Alfred Böhme ein in der Region bekannter Naturschützer hatte hier gelebt. Einen schönen, bunten, vielfältigen Garten gibt es hier. Beim gemütlichen Abendessen konnten wir auch noch einige Neuankömmlinge begrüßen und diskutierten bei ausreichend gutem Wein bis tief in die Nacht.

Picknick

Nachmittag

Ein wenig enttäuscht war ich schon heute morgen, das der Himmel wieder verhangen war. Das sollte sich aber schnell ändern - beim Frühstück wurde das aufklaren des Himmels bejubelt, schließlich haben wir die köstliche Linsensuppe unserer Gastbeber auch am Vorabend aufgegessen.
Gegen 10.00 Uhr ging es dann los Richtung Bahnhof, eine von uns mußte leider los nach Hause. Dafür wurde eine Frau vom Inforadio in unseren Reihen begrüßt. Zum Feld in Altlangsow ging es dann über Feldwege. Hier waren dann auch wieder erste Ausfälle am Material zu beheben, was aber durch unsere bestens ausgestattete mobile Fahrradwerkstatt schnell passierte.
Am Feld erwartete uns eine Journalistin von der MOZ und die obligatorische Manschaft in Grün. Nach dem wir mal wieder unsere Argumente wiedergegeben haben, kam die Frage auf, wie man denn erkennt, ob das Gen-Mais ist oder nicht. Dazu braucht man ein kleines Stück von der Pflanze, welches zerrieben wird. Anschließend wird das ganze mit Wasser verdünnt, kräftig verrührt und dann wird ein Teststreifen hinein gehalten. Verfärbt sich der Teststreifen rot, ist es BT-Mais. 'Können Sie das nicht mal zeigen?' war die Frage der Moz. Unseren Hinweis, das das möglicherweise als Sachbeschädigung ausgelegt werden könnte, begegnete die frau sehr unkonventionel. Sie fragte bei der Polizei nach, ob wir das mal machen könnten, schließlich geht ja nix an der Pflanze kaput. Die waren sich auch nicht so sicher, fragten den Bauern und der gab sein o.k. Die Macht der Presse - wir waren begeistert.
Also rein ins Feld einige Stücken besorgt, zerstößelt, mit Wasser verrührt, Teststreifen rein und dann der spannende Augenblick, roter Streifen -> BT-Mais.
Danach ging es weiter nach Gusow. Der fahrtechnisch anstrengenste Teil des Tages. Die Feldwege waren bald keine Wege mehr, sondern durch den Regen der letzten Tage, Schlammläufe. Aber wir kammen am Feld an, zur Freude der anwesenden Polizei. Die war schon ganz nervös, da wir nicht kamen, zumindest nicht aus der Richtung, aus der sie uns vermuteten. Naja sie tun halt ihren Job - so gut sie halt können. Und ob der ganze Aufwand nun sinnvoll war oder nicht ???
In Gusow gab es dann für uns noch eine interessante Beobachtung - Bienen. Die waren aufgestellt worden, wegen einem Feld voll Sonnenblumen. Daran hielten sie sich aber nicht, sondern steuerten auch den daneben gelegenen Gen-Mais Acker an. Ob die betreffende Imkerei Weiss aus 93499 Zandt (www.natur-shopping.de) wußte, das sie ihre Bienen neben einen Genacker stellt wissen wir nicht, wir werden aber mal nachfragen.
Soweit vom 4ten Tag der Tour.

Öffentlichkeitsarbeit, Presse im Einsatz, Test in Altlangsow, Bienen vor GenMais in Gusow


Samstag 23.07.2005

Abend

"Verlassen Sie sofort mein Grundstück!", mit diesen Worten begrüßte uns Herr Karcher, Geschäftsführer der 'Agrarprodukte Mallnow Schönfließ e.G.' als wir bei ihm klingelten. Nicht überall wurden wir so freundlich begrüßt. Wir wollten Informationen über sein Genfeld, ihm ein paar Fragen stellen oder einfach mit ihm ins Gespräch kommen. Aber es wurde nichts daraus!
Eine Stunde zuvor waren wir an besagtem Feld in Schönfließ. Eigentlich sieht jedes Feld inzwischen für uns gleich aus. Wir haben trotzdem wieder Fotos gemacht. Unsere Gruppe ist etwas größer geworden, insgesamt 9 Fahräder und zwei Autos. Ausserdem weitere vier Autos - zwei mit grünen Streifen, zwei weitere mit Männern mit Sonnenbrillen und langen Mänteln. Alle waren unglaublich freundlich zu uns und brachten uns immer wieder auf den richtigen Weg zurück. Noch auf der Suche nach Herr Karcher fanden wir eine Gaststätte, die geschlossen war, einen Streichelzoo ohne Menschen und einen Kuhstall ohne Bauer. Die Ortsbürgermeisterin berichtete von geringem Interesse der Dorfbewohner an der Gentechnik. Allerdings gebe es auch nur wenig Informationen. Wegen der engen Zusammenarbeit im Dorf sei es ohnehin ein schwieriges Thema. Sie empfahl uns direkt mit Herrn Karcher zu sprechen, der gegenüber wohnte!
Unser Tag begann grau und kühl in Wulkow. Doch unsere Laune besserte sich bei einer sehr aufschlussreichen Führung durch den Ökospeicher. Hier baute das internationale Workcamp eine Lehmstampfwand. Martin Merk erzählte die spannende Geschichte von Wulkow - Ökodorf seit 1991. Seine Frau ist Biobäuerin und gehört zur Gentechnik-freien Zone Märkisch-Oderland.
Nach der "Diskussion" mit dem Bauer hatten wir bei Sonnenschein und mit einem wunderschönen Blick über das Oderbruch ein stärkendes Picknick. Hier schickten wir unsere grünen Begleiter in ihr wohlverdientes Wochenende, ohne zu vergessen uns für morgen am nächsten Gen-Feld zu verabreden. Unser Ziel war nun Gorgast, aber wir entschieden uns zunächst für einen großen Umweg an der Oder entlang. Diese versteckte sich leider oft hinter ihrem Damm. Auf dem Weg haben wir freundliche und weniger freundliche Reaktionen bekommen. So ein langer Weg schreit nach einer Raststätte und die fanden wir in Reitwein. Alljährlich zu Pfingsten wird dort ein Fest - "Hochzeitsmarkt" genannt - ausgerichtet, zu dem in den vergangenen Jahren zehntausende Gäste strömte. Mittlerweile sind wir bei Hardi und Birgit angekommen, haben den neuen Erdkeller bewundert, Himbeeren genascht und eine tolle Suppe gegessen. Hier sind wir willkommene Gäste.

ein Foto vom Feld in Schönfließ, der anbauende Betrieb, wir lassen es uns gut gehen:

Vormittag

Aktuell ist der Himmel grau, aber trocken. Heute sind wieder drei zu uns gestoßen, wir werden immer mehr. Die Bewachung ist auch wieder da, zwei "TuoristInnen, die seit zwei Stunden die Karte lesen.
Die Stimmung ist super und die Sonne ist bei uns.

Gestern Abend (22.07.2005) haben wir mit den TeilnehmerInnen eines internationalen Workcamps hier im Ökospeicher Wulkow, eine Rund zu Gentechnik gemacht. Sie wollten wissen was wir so machen und warum und wir waren natürlich an ihren Erfahrungen mit Gentechnik in der Landwirtschaft in ihren Ländern interessiert.
Als Einstimmung wurde StoreWars gezeigt. Danach haben wir Fotos von der Verhüllungsaktion in Hohenstein gezeigt. Daraus entstand eine Diskussion über die Gefahren von Gentechnik. Die Diskussion drehte sich schnell um Lebensmittel, z.B. in Spanien bekommt man transgene Lebensmittel, die nicht von normalen lebensmitteln zu unterscheiden sind. Auch in Südkorea werden gentechnisch veränderte Lebensmittel produziert, die dann nach Nordkorea gebracht werden. In Dänemark gibt es einen starken Wiederstand gegen GenFood. Eine Frau aus England meinte dagegen, das in ihrem Kreis die Meinung herscht, das Gentechnik gesünder ist, da ja weniger Pestizide verwand werden.
Für alle war ökologisches Essen zu teuer. Die Diskussion drehte sich dann darum, welche Kosten für Lebensmittel entstehen und wie sie teilweise umgelegt werden. Z.B. zahlen wir alle die Mehrbelastung des Wassers durch Pestizide, wenn wir das Wasser hinterher reinigen müssen.
Zum Schluß drehte sich die Didkussion um Selbstbestimmung und Wahlmöglichkeiten. Welche Problem haben junge Leute heute, ihr Lebne zu bestimmen. In England herscht derzeit wenig Arbeitslosigkeit. Daher hat die Frau aus England wenig Angst um ihre Zukunft. Anders in Spanien. Eine Frau aus Spanien studiert Chemie und sieht für sich Probleme später einen Job zu finden. Sie und noch eine andere Chemiestudentin finden Gentechnik spannend, die riesiegen Möglichkeiten, die die Gentechnik bietet. Auch stellte sich heraus, das nur bestimmte Forschung und Entwicklung finanziert wird, nämlich die, die für die großen Konzerne von Interesse sind.
Wir haben dann das ethisches Problem angesprochen, welches sich aus unserer Sicht mit der Gentechnik verbindet. Wieviel Leid kann man Tieren und Pflanzen zumuten, wann ist ein Embrio ein Mensch? Sollen und dürfen wir alles machen, nur weil es machbar ist?
Es gab auf diese Fragen keine befriedigenden Antworten. Aber das Bewußtsein ist gewachsen, das Sie darüber eine Entscheidung treffen müssen.

ein Foto von der Gesprächsrunde, unser Camp in Wulkow, wir beim Frühstücken


Freitag 22.07.2005

Heute weckte uns die Sonne und vereinzelt blauer Himmel. Die Klamotten waren weitesgehend trocken. Nach einem ausgiebigen Frühstück mussten wir noch die verdreckten Kettenlaufwerke der Fahhräder putzen und fetten.
Dann gings los. Auf einer wunderschönen kleinen Asphaltstraße entlang reifer, gelber Kornfelder, über kleine Hügel die uns mit weiter Aussicht belohnten, fuhren wir nach Heinersdorf. Vorher, an der Landkreisgrenze hatten wir noch eine Begegung der dritten Art mit zwei älteren Polizisten aus dem Landkreis-Oder Spree. Sie wollten uns gleich wieder irgendwelche Demoauflagen in die Hand drücken und fragten nach dem Anmelder. Wir wollten aber keine Demo oder sowas machen, sondern nur mit dem Fahrrad durch die Gegend an den Genfelern vorbeiradeln. Und für eine einfache Radtour braucht nun mensch bisher noch keine Genehmigung im diesem Lande. Das sahen dann die beiden schon etwas gesetzteren Uniformierten auch ein und liessen uns ohne den amtlichen Wisch weiter fahren.
In Heinersdorf standen an der Hofeinfahrt des Genbauern mehrere Polizeifahrzeuge, zum Schutz von was und vor wem? Wir fuhren durch den Ort in Richtung Regenmantel ( so heisst das nächte Kaff tatsächlich!)erstmal zum Genfeld. Das ist auch dort wieder ein riesiges Teil. 84 ha hat der Genbauer dort rechts entlang des Feldweges angebaut, darin sind irgendwo versteckt 10 ha Genmais. Unmittelbar hinter den Genfeld machten wir halt bei einer Bekannten, die uns mit einer köstlichern Linsensuppe bewirtete. Glücklicherweise fing es erst jetzt an so richtig zu schütten.
Drei von uns nutzen die Pause und fuhren mit Auto noch mal zu dem Genbauern zurück. Der war tatsächlich auf seinem Hof. Erst reichlich unwirsch und rumpolternd, was wir überhaupt hier wollen, erklärten wir ihm, woher und von welcher Gruppe wir kommen. Wir blieben ruhig und gelassen und das übertrug sich ein wenig auch auf ihn und so konnten wir ihm zumindest entlocken, dass er den Genmais aus Profitgründen anbaut und weil er ja schließlich mit dem technischen Fortschritt mithalten müsse. Auf Gegenfragen von uns, dass doch aber davon zum Beispiel die Imker einschneidend betroffen sind, wußte er dann aber auch keine Antwort. Ein wenig peinlich war ihm auch, dass er in Gespächen im Dorf vor ein paar Wochen die Leute auf deren Frage nach dem Genmaisanbau angelogen hatte und wir ihm das jetzt vorhielten. Seiner Meinung nach interessiere das ja so und so keinen im Dorf.
Bis heute war es den wenigen GentechnikkriterkerInnen im Dorf unklar, ob der Bauer tatsächlich Genmais anbaut. Wir haben jetzt sein klares Statement und können das weitersagen. Es gibt in der Umgebung von Heinersdorf auch einige Biobauern, mal sehen ob der Genbauer die Bedenken seiner Kollegen auch so gelassen versucht abzuwimmeln.
Wir fuhren weiter. Über Falkenhagen und Döbberin gings Richtung Schönfließ. Hier liegt an einem schönen alten Feldweg zwischen Alt-Zeschendorf und Schönfließ auf der linken Seite das 2. Genfeld des Tages. Das ist wieder ein riesiges Feld und der Mais steht schon 2 Meter hoch. Einige von uns gingen rein und nahmen ein paar Pflanzenproben mit. Dann gings weiter über Schönfließ zum nahegelegenen Ökospeicher Wulkow mit seinem spacigen Ufo-Holzhaus. Dort schlugen wir unsere Zelte auf und kochten die Abendsuppe.

ein Teil unsere Fahrräder im Regen und wir beim Kaffetrinken:


Donnerstag 21.07.2005

Es regnete in Strömen als wir vom Strausberger Bahnhof aufbrachen.
Unser erster Stopp lag in Klosterdorf. Eigentlich wollten wir hier, in der Gemeinschaft Ökolea gemütlich bei Kaffee und Tee sitzend, etwas mit den Organisatoren von "Gendreck-Weg" plaudernd, solange verweilen, bis es endlich aufhört zu regnen. Leider regnete es nach drei Stunden immer noch!
Da wir aber noch eine Verabredung mit dem Gen-Feld in Hohenstein hatten und wir nicht schon gleich zu Beginn herumschwächeln wollten, stellten wir uns den Herausforderungen! Das Feld, vielen von uns schon vertraut von früheren Besuchen und Aktionen, zeigte sich plötzlich in einem ganz neuem outfit. Natürlich: Polizisten und Presse waren anwesend (Wie immer!), was uns belustigte war ein Absperrband, welches um das gesamte Feld gezogen war (und das Feld ist groß!) sowie Schilder mit der Aufschrift "Zutritt verboten".
Soviel zum Feld. Bis dahin waren wir noch nicht sonderlich durchnäßt. Wir mussten aber noch weiter. Nach Eggersdorf bei Müncheberg. Unserem Tagesziel. Wer soll nun die Mühen und Strapazen beschreiben, die wir auf diesem Weg durchlitten! Den Schlamm, in dem unsere Fahrräder versackten; die kleinen Seen, mit denen die Straße überwuchert war und in die wir beständig zu stürzen drohten; der Wind, der mit heftigen Böen uns auf die Felder wehen wollte und: das Wasser sickerte immer tiefer in unsere Kleidung ein. Ausserdem verfuhren wir uns ... aber nur ein bischen.
Es regnet jetzt immer noch in Strömen, aber wir sitzen im Warmen; freundlich aufgenommen vom Baumgärtner des Apfeltraums und trinken Wein und leckeren Apfelsaft.

Einige Fotos von einer Aktion am 17.07.2005 in Hohenstein, wo Leute symbolisch den Mais verhüllten, um zu verhindern, das der Pollen fliegt: