Polizei bendete die Feldbesetzung in Schönfeld
Am Morgen des 13.Mai bekammen wir in unserem kleinen Zeltlager am Rand des Genackers in Schönfeld überraschenden Besuch. Insgesamt etwa 80 Polizisten, teilweise in Kampfmontur und mit Schlagstöcken und Hunden bewaffnet, störten die sechs anwesenden BesetzerInnen bei ihrer Morgentoilette. Glücklicherweise hatten wir sie schon etwas früher entdeckt und lösten sofort die Telefonkette aus.
Kurze Zeit später erschienen zwei Traktoren. Einige Tage vorher hatte der Fahrer des vorderen Traktors angekündigt uns zu überrollen, wenn wir uns vor seinen Traktor setzen. Doch wir ließen uns davon nicht einschüchtern. Vier Leute von uns bildeten eine kleine Menschenkette und brachten die beiden Traktoren somit zum stehen. Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, holten wir das vor den Traktoren nach. Die Polizei fühlte sich dadurch, wie schon durch das vorhergehende Zähneputzen "provoziert". Trotzdem griff sie erst einmal nicht ein.
Während wir nun also die beiden Trecker blockierten, traffen einige Pressevertreter und GentechnikgegnerInnen ein, welche wir über unsere Telefonkette informiert hatten. Leider konnten wir von unserer Position das andere Ende vom Feld nicht einsehen und durch den Lärm der Taktoren hörten wir auch nichts. So bemerkten wir nicht, das aus dem Wald zwei andere Traktoren kamen, die am anderen Ende auf das Feld fuhren, und sofort mit der Arbeit begannen. Nun postierten sich die Polizisten um das Feld, um zu verhindern, das wir den um das Feld gezogenen Zaun über-winden.
Einige Zeit brauchten die Leute von der AgrEvo (Betreiberfirma), um die vielen Feldsteine abzusammeln, welche von fleißigen Heinzelmänn-chen auf das Feld gelegt wurden. Danach begann dann die Aussaat der gentechnisch manipulierten Mais-pflanzen. Und als es nun schon so aussah, als könnten wir nichts mehr dagegen tun, versuchten drei der inzwischen 16 Gentchnikgegnerinnen doch noch aufs Feld zu gelangen, um die Aussaatmaschine sitzend zu blockieren. Leider wurden sie gleich hinterm Zaun abgefangen. So been-dete die AgrEvo dann gegen Mittag die Ausaat.
Was nun wie eine Niederlage aussieht, ist aber doch keine. Zwar konnten wir die Aussaat nicht verhindern, aber wir haben auf das Feld und dessen Risiken aufmerksam machen können. Wir hatten einen unglaub-lichen medialen Erfolg. So waren wir in Fernsehen, Rundfunk und Presse wirklich gut vertreten. Dies ist auch deswegen so wichtig, weil die Gentechnikfirmen wie die AgrEvo die Öffentlichkeit scheuen. Am liebsten würden sie ihre Experimente in aller Heimlichkeit durchführen.
Auch ist der "Sieg" der AgrEvo nur ein Papyrussieg, da zu hoffen ist, daß sich ein paar Leute finden werden, die die manipulierten Pflanzen zerstören. Viel Erfolg dabei!
t.j.
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Ankündigung
Brief an die BewohnerInnen
1. Presseerklärung
2. Presseerklärung
3. Presseerklärung
Räumung
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