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AJL steht für...
Menscherechte auf lokaler Ebene achten und durchsetzen!
Menschen mit körperlichen oder geistigem Handycap bedingen einer größeren Achtung und Beachtung. Die AJL setzt sich für den Ausbau zu einer behindertengerechte Innenstadt ein, Barrierefreiheit ist nicht nur eine Lebensgrundlage für unsere älteren Mitbürger! Ob Rollstuhlfahrer
oder Rollatorbenutzer, vielen Mitbürgern bleibt der Zugang zu öffentlichen Gebäuden und kulturellen Einrichtungen versperrt oder wird erschwert. Der Fernbahnsteig ist hierbei ein trauriges Beispiel. Die AJL setzt sich für den Abbau architektonischer Barrieren im Stadtgebiet ein, und fordert mehr Einbindung der Interessen von Menschen mit Handycap in betreffende Bereiche der Stadtpolitik, wie zum Beispiel die Stadtplanung.
Wir fordern auf die Integration behinderter Kinder bis zu Ende zu denken. Beispielsweise gibt es an der integrativen Grundschule Hasenheide nur einen Fahrstuhl bis in die erste Etage, d.h. für Gehbehinderte ist der zweite Stock nicht erreichbar. Die Hortbetreuung für behinderte Kinder fehlt nach wie vor und liegt, wie die Bewältigung des Schulwegs zu anderen Zeiten als Schulschluß, immer noch in den Händen der geförderten Ehrenamtlichkeit. Ein kommunale Lösung ist auch hier anzustreben.
Wir setzen uns ein für die bessere Integration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund. Wir fordern den weiteren Ausbau der Unterstützung dieser Gemeindemitglieder durch mehrsprachige Beauftragte direkt in den betroffenen Wohngegenden, zum Beispiel für die Erleichterung von Behördengängen. Die Förderung von integrativen Initiativen in den einzelnen Stadtteilen sollte für die Stadt Bernau eine Grundlage für ein multilaterales Zusammenleben darstellen.
Wohnraum ist Lebensraum. Die AJL tritt für ein sozial gerechtes Mietentgeld unabhängig vom Wohnumfeld. Wir sind gegen eine weitere Ghettoisierung unserer Stadt durch vorhandene massive Mietpreisdifferenzen. Die Stadt muss sich ihrer Verantwortung bewußt werden und Grundlagen schaffen, um Wohnraum unabhängig von Lage, Herkunft oder sozialem Status der Mieter verfügbar und bezahlbar zu machen.
Die Förderung von alternativen Wohnprojekten stellt hierbei eine kreative Option dar. Sie sollte durch die Stadt Bernau gefördert und unterstützt werden. Im Fokus stehen hierbei nicht nur Wohngemeinschaften von jungen Menschen. Mehrgenerationslösungen im täglichen Zusammenleben sind ein wertvoller Ansatz, um Akzeptanz und Verständnis im Alltag von jungen und alten Menschen zu integrieren. Kommunales Zusammenleben unter ökologischen und partizipativen Aspekten ist hierbei genauso zu Unterstützen wie die Ideen des betreuten Wohnens und die von Mehrgenerationshäusern.
AJL – wir sind Jung und Antifaschistisch.
Die Politikverdrossenheit der Jugend nimmt zu, rechten Strömungen und intolerantem Gedankengut wird somit der Weg geebnet. Die AJL steht für Toleranz und Antifaschismus. Rassistische und sexistische Grundeinstellungen gehören nicht in eine Stadt die sich jung, offen und menschenfreundlich präsentiert. Wir wollen eine Erneuerung der Erklärung der Stadt Bernau gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und alle regionalen rechten Strömungen. Hierzu zählt der öffentlich zu machende Einsatz der Stadt Bernau zum NPD/DVU Verbot ebenso, wie die prinzipielle Missachtung von rechtem Parteien im Alltäglichen Stadtgeschehen. Nazis raus aus den Köpfen!
Die AJL fordert mehr Unterstützung der Stadt Bernau für alle nichtrechten Initiativen, eine klare Befürwortung des antifaschistischen Grundgedankens und eine Förderung der antifaschistischen Jugendbildung. Initiativveranstaltungen mit multikulturell und politisch aufklärendem Charakter sollten zum Stadtkalender gehören wie andere Kulturevents auch. Die AJL unterstützt hier den Gedanke eines friedlichen antirassistischen Straßenfestes und einer Straßenparade aller nichtrechten Initiativen der Stadt Bernau als festen Kalenderpunkt im Bernauer Jahreskulturkalender. Multikultur bringt Toleranz.
soziale Gerechtigkeit fängt bei den jungen Menschen an!
Wir fordern mehr finanzielle Mittel für die Jugendbildung und Sozialarbeit. Keine weiteren Kürzungen und eine Anpassung der Förderungen an die weiter steigenden Ausgaben. Durch den aktuellen Jugendförderplan (2007- 2010) wurden beispielsweise die Förderungen für Betriebskosten der Jugendeinrichtungen, die finanzielle Unterstützung für Unterkünfte bei Kinderferienmaßnahmen und die Zuschüsse für Verpflegung für Jugendprojekte und -aktionen drastisch gekürzt. Die Stadt Bernau muss hierbei ihre Pflicht gegenüber der Jugend erfüllen und einen Ausgleich schaffen.
Die Schulen werden seit langem ihrer Aufgabe als Bildungseinrichtung für demokratische Grundeinstellung nicht mehr gerecht. Die hier erbrachte politische Vorbildung erreicht seit langem nicht mehr die Interessen der Kinder und Jugendlichen. Auf Kommunalpolitischer Ebene fehlt den jungen Menschen eine Plattform zur Mitsprache und des konstruktiven und erfolgreichen Erlebens von Demokratie und demokratischen Prozessen. Die AJL setzt sich für den Aufbau eines demokratischen Mitbestimmungsgremium für die Stadt Bernau ein und dessen Integration in lokale Entscheidungsprozesse.
Die Sozialarbeit an den Schulen liegt in wenigen Händen. Unser Jugend verbringt etwa die Hälfte ihres Tages in den unterschiedlichen Bildungseinrichtungen. Hier entstehen soziale Spannungen in unterschiedlichsten Ausführungen. Die derzeitige Situation der sozialen Betreuung von Schülern durch die Angestellten der Jugendvereine und -einrichtungen ist nicht effizient genug, und für die inhaltliche und persönliche Unterstützung der Betroffenen bei weitem nicht ausreichend. Die AJL fordert deshalb die Berufung von schulunabhängigen Jugendsozialarbeitern an alle Schulen, um den Jugendlichen einen Rückzugsraum zu gewähren.
Wir treten ein für eine einfache und komplikationslose Antragsstellung für Fördermaßnahmen und Jugendbildungsprojekte in der Stadt Bernau. Wider dem Bürokratismus, welcher oftmals eine unüberwindliche Barriere darstellt zur effektiven Organisation von Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche. Ein klares Ja! Zu mehr Kommunikation von Jugendeinrichtung und Stadtverwaltung und den Abbau von Antrags- und Rechenschaftspapieren. Die AJL fordert Gespräche statt Formulare!
Durch die Gemeinde- und Gebietsreform wuchs die Zahl der Kinder- und Jugendlichen um ca. 25 Prozent. Die Anzahl der Jugendeinrichtungen für außerschulische Bildungs- und Freizeitaktivitäten blieb konstant, die Mittel für Jugend- und Sozialarbeit dagegen wurden gekürzt. Wir fordern deshalb die Etablierung von neuen Jugendeinrichtungen und die Unterstützung von Förderern und Vereinen der Jugendarbeit in den neuen Stadtgebieten, ohne Nachteil für die bereits bestehenden im Wahlkreis.
Verkehrslage und Staureport der AJL
Bernau zählt z. Z. zu den Städten mit den höchsten Luftbelastungen. Die Autobahnnähe und die durch dass Stadtgebiet führende Bundesstraße machen es fasst unmöglich den Luftreinhalteplan umzusetzen.
Die AJL tritt für eine Förderung von Alternativen zum PKW-Verkehr ein.
Wir fordern von der Stadt Bernau eine stärkeres Engagement beim Ausbau der Stadtbuslinien in alle Ortsteile und für eine höhere Taktung des Busverkehrs.
Ein Ausbau der Radlinien durch Bernau wurde in der Vergangenheit von der AJL erfolgreich unterstützt und steht auch weiterhin fest in unserem Programm. So zum Beispiel für einem weiteren Ausbau und für eine Verbesserung des Radwegnetzes. Um Gefahren im Verkehr zu unterbinden ist die Trennung der Radwege von der Fahrbahn und vom Fussgängerbereich notwendig. In Ergänzung ist eine Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer ein weiterer konstruktiver Schritt.Eine Verbesserung der Beschilderung für Fahrradwege durch die Innenstadt ist notwendig. Das Laufband rund um die Stadtmauer ist weder für Radfahrer noch für Fußgänger nutzbar da es als Ersatzfahrbahn genutzt wird oder durch parkende Autos oft verstellt ist. Daher sollten diese Zuwege generell Auto befreit sein.
Die Attraktivität der Fußgängerzone hat durch die Nutzung des Marktplatzes als Parkplatz abgenommen. Wir wollen einen Ausbau der Fußgänger- und Radfahrerzone bis auf die Brauerstraße und keine Öffnung des Bürgermeisterstraße für den Autoverkehr. Hier sind alternative ,,shared space“ Modelle zu prüfen und auch die Interessen von Blinden- und Sehschwachen Mitbürgern zu berücksichtigen.
Sport und Ehrenamt
Die AJL unterstützt alle ehrenamtlichen Tätigkeiten und fordert mehr Unterstützung und Würdigung durch die Stadt Bernau. Die Ehrenamtlichen Tätigkeiten welche viele Mitbürger ausüben werden oftmals als selbstverständlich hingenommen oder mit Nichtachtung gelohnt. Wir wollen ein breites Verständnis für ehrenamtliche Tätigkeiten in allen Lebensbereichen unterstützen und fördern.
Wir treten ein als Förderer des Breitensports und aller nichtkommerziellen Sport- und Freizeitinitiativen. Die kostenfreie Nutzung städtischer Turnhallen und anderer Sportstätten ist eine Grundlage für viele Hobbyvereine und Sportgruppen der Stadt, und sollte jederzeit gewährleistet sein.
Die Stadthalle Bernau soll als Institution weiterhin für alle Bürger und Vereine eine Möglichkeit darstellen, Veranstaltungen und Events durchzuführen. Sie stellt im Stadtgebiet die einzige Option in dieser Größenordnung dar. Die Stadt Bernau muss sich für den Erhalt der Stadthalle einsetzen und darf diese nicht privaten Investoren verkaufen. Überhöhte Mieten für die dort derzeit ansässigen Vereine und für die Nutzer wären die Folge.
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